eines mehr unbesonnenen als absichtlich boshaftenGeschwatzes zu hart scheinen mag, so nothwendigvielleicht, so würksam wenigstens war sie zur Hinstertreibung gefährlicher Folgen. In Bern verschwandder panische Schrecken, ohne daß die Regierungsich die Mühe gab, die Urheber desselben zu bestrassen oder zu suchen.
Im Jahr 1683. nahm der Bönig eine neue Reisein das Elsaß und in die Grafschaft Lurgund vor;sogleich hielten die Lerner ihre Miliz in Bereitschaft;man vermuthet, daß es wegen des Volkes geschehnsey, welches bey der Annäherung des Königs neuenVerdacht geschöpft haben möchte.
Im Februar 1687. begehrte die Stadt Straßburgvon Zürich und Bern die Herausbezahiung derHtlftgelder, welche vermög des Bundes vom Jahr1588. an diese Kantone hinterlegt worden; der Restdavon bclief sich auf 70000, Gulden. Sehr ernstslich unterstützte der König selbst die StraßburgischeForderung. Die Rantone erinnerten bey diesemAnlaß Straßburg an eine Summe von 30000 Gulsden, die sie schon im Jahr 1643. an diese Stadtherausgegeben, und wovon bisher weder Kapitalnoch Zinse abgezahlt worden; zugleich stellten sie vor,daß bey den ehmaligen, einheimischen Kriegesunrushen alle hinterlegte Hilfsgelder längst verbraucht wor-den. Straßburg erwiederte, daß dieser Verbrauchohne straßburgsche Einwilligung geschehn sey. —Hierauf versammelten sich den 8 August 1688 die Ge-sandte beyder Partheyen zu Arau. Zürich undBern stellten vor, daß sie von ihrem ehmaligenBündtniß mitStraßburg, ausser diesen Hilfsgeldem,