Band 
[Zweyter Theil.]
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Auch in Müllhausen besaß der deutsche Orden ei-nen grossen Hof mit beträchtlichen Gütern; seit derReformation aber wohnten (die Kriegeszeitcn aus-genehmen,) die Commenthuren nicht in der Stadtselber, sondern auf elsaßischem Boden zu Rix-heim. — Nunmehr erschien de la Brasse, ein Rit-ter besagten Lazarus, Ordens nebst zween könig-lichen Rathen zu Müllhausen, um jenen Hof in Be-sitz zu nehmen. Umsonst daß die Bürger Aufschubverlangten, um hierüber mit ihren Eidgenossen inBerathschlagung zutreten: der Hof, die Zimmer,die Bestallungen, die Garten wurden besichtigt undein Schrank mit Urkunden besiegelt. — Desto be-denklicher schien den Müllhausern dieses Verfahren,da sich in dem Bezirk des deutschen Hofes eine Kir-che befand, in welcher seit der Glaubensverbesserungkein pabstlicher Gottesdienst gefeyrt worden wäre;sie besorgten, daß man denselben wieder herstellenmöchte. — Da indeß auf dringende Vorstellungendes Großmeisters sowol der Reichstag zu Regen-spurg als der Kaiser selbst sich der Wegnehmungdieses Hofs wiedersetzten, so unterblieb von SeiteFrankreichs die Vollziehung des Anschlages.

I.I.

Einheimische Unruhen in Bündten.

Vom Jahr 1684- bis 1686.

^Hn verschiedenen Gerichten, besonders im prettt-gäu , hatten sich gewisse Staatshaupter verdächtig