Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
135
JPEG-Download
 

rzz

Vereine gesanglich zurük. Durch zween eidgenößi«sche Commissairs aus dem Bernergebiete wurdezu Türin auch ihre Loslassung, für einmal fruchtlosverlangt. Zu Loslassung der Prediger wurde insoweit Hofnung gegeben, wenn vorerst die piemon-lesische Flüchtlinge aus der Eidgenoßschaft in ent-ferntere Gegenden würden fortgeschikt werden.—Zur Erreichung dieses Endzweckes wurde im April!1637. David Holzhalb von Zürich im Namen derreformierten Tagleistung als Sekretair in die Pfalz,nach Brandenburg, nach Hessen - Rassel und indie vereinigten Provinzen abgesandt. Den 8 Maylangte er zu Heidelberg an; zum voraus versicheretcn ihn der Dr. Fabrizius und der Vier-KanzlerPfeil, daß der Churfürst zur Aufnahm einer beträcht-lichen Anzahl der Thalleute sehr geneigt sey. — Den26 May langte der eidgenößifche Abgeordnete zuBerlin an, und den 4 Junius hatte er zu PotsdamVerhör bey dem Churfürst; zu Geldbeysteuer wolltedieser sich nicht einverstehen, hingegen aber zur Auf-nahme von 2002 Rolonisten, mit Anerbietungverschiedener Vorrechte; zugleich schrieb er an denHerzog von Savoyen um die Loslassung der nochgefangenen Prediger und Kinder, — um Unterst»,zuung derselben an Pfalz, Sachsen, Hessen, audie Generalstaaten, an die Stadt Bremen. — Auchnach dieser letzter« Stadt begab sich hierauf der eid-genößifche Abgeordnete. Daselbst erhielt er fürdie piemonteser eine Beysteuer von 1355 Reichs-thaler; den 24 gleichen Monats traf er in Haag ein,woselbst er sämtliche Provinzen zu beträchtlichemBeystand an Gelde bereit fand. Den S Oktober