Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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sich weiter nach Norden verlieren wollten. Nichtnur wurden sie bey dem paß über die Rohm vonden wallisern zurükgeschlagen, auch die Lernerverhinderten auf alle Weise ihren unbesonnenen An-schlag ; hierauf lagerten sie sich bey St. JohannsInsel unweit der Sihlbrücke; von Lern aus suchteman sie durch einige Rathsglieder auf bessere Ge-danken zu bringen; hartnäckige beharrten sie darauf,daß sie aus der Eidgenoßschaft nicht weichen wer-den, bis man ihnen ihre arrestirtm Prediger, ihrehin und wieder zerstreuten Weiber und Kinder ausPiemont herbcyschaffen werde. Sowol in wallisals bey den katholischen Rantonen hatten ihre Unrfugen grosse Unruhen verursacht. Hierüber sahn sichalso die IV. reformierte Städte genöthigt, diesenmißvergnügten Thalkeuten unterm 22. Julius 1688.in sehr ernsthaften Ausdrücken den Abscheid zu geben.Bey neunhunderten wurden sie zu Lasel eingeschistund von eidgenößischen Commissaricn auf dem Rhein-strom nach Geroldsheim begleitet. Viele derselbenhatten sich in der Pfalz niedergelassen. Als aberin dem Jahr 1688. nach Eroberung von Phiiipps-burg die französischen Rriegesvölker alle umliegen-den Gegenden verwüsteten, eilten sie bey 1700 Mann,halb tod vor Hunger und Kälte, nach den eidge-nößischen Gränzen zurük; Gesunde und Kranke la-gen sie Haufenweise dicht bey einander und nährtensich mit wildwachsenden Wurzeln. Entweder mitGewalt mußte man sie von den Gränzen versagenoder gefühllos sie hinschmachten sehn. Im Novem-ber IÜ88. entschlossen sich also die reformirte Ramtone zur Wiederaufnahme und Ueberwinkerung die-