Band 
[Zweyter Theil.]
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den Bodenfee durch das Rheinthal nach pündtengewiesen. Auf ihrer Wahlfahrt durch das Rheinchalwurden sie von dem Landvogt und den Gemeinden,auch selbst von Personen der catholischen Rel-gionaufs liebreichste bewirthet. Von St. Gallen wur-den sie obrigkeitlich nach Chur begleitet; den 13October langten sie in Chr«r an und wurden auf denZünften beherbergt; von da zogen sie mit beträchtli-chem Reisegeld über den Splügen auf Cleven; ver-mittelst guter Fürsorge des Grafen Casati, als spa-nischen Bottschafters in der Eidgenoßfchaft, kamensie glüklich durch Mayland in ihre väterlichen Thä-ler. Kaum daß sie daselbst angelangt waren, so er-schienen in Fürich von Seite ihrer Glaubensbrüderzween Abgeordnete, der Prediger Sidrac Bastieund Jakob Leger, damals noch Candidat der Got-tesgelehrtheit, mit rührender Vorstellung des Hun-gers und überhaupt des gänzlichen Verfalls in denpiemontesischen Thälern; den 16 December wurdehierüber eine reformirte Taglelftung gehalten, wel-cher auch die englische, holländische und savsischeResidenten beywohneten; nicht nur wurden dieThalleute von den Rantonen mit kräftigen Empfeh-lungsschreiben an den Herzog, sondern auch mitbeträchtlichen Geldsteuren unterstützt; aufeidgenößi-sche Empfehlung hatten sie auch von dem Churfür-sten zu Brandenburg 1000 Dublonen erhaltenVon Zeit zu Zeit erneuerten sich die Bedrükungender Piemonteser, von Zeit zu Zeit vermehrte sichwieder der Zulauf dieser Leute in dem eidgeuößischenGebiete. — Den 29 Ienner 1694. war der Lord Vi-Lvmte von Gollorvay, vormals groß britanischer

Gefand-