Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
177
JPEG-Download
 

- 17 /

mit gebieterischer Stimme auf. — Ich bin nicht,da, sprach er, um Frankreichs Sophismen zu zer.Nichten; sie zernichten sich von selber: Nur frag ichob die gegen Flandern begangene Uebertrettungcnvon Euch entweder seyn gut geheissen oder bestraftworden? Ich frage, was bey euch Argwohn crwe-ken sollte, der Antrag von Seite Spaniens oderdie an euern Gränzen erbauten Festungen Frank»reichs? Die Zeit naht zur Eröfnung des Feldzuges;zu langen Berathschlagungen bleibt also kein Raummehr. Entscheidet, ob ihr die Erbvercinung zu hal«ten gesinnt seyd oder nicht?

- Die Entscheidung verschoben die Kantone aufdie nachstbevorstehende Versammlung, unterm 22May 16Y0, bey welcher, ausser den erwähnten Ge«sandten, auch der savoische Gesandte erschienen.Nachdem wegen innerer Sicherheit die nöthigen An-stalten getroffen und auf den ersten Wink der drey«fache, eidgenößische Wegzug aufgeboten worden,erschien Graf Lodrom mit einem eigenhändigenSchreiben von Rarster Leopold, folgenden Jnn-Halts: — Noch immer machen die Eidgenossen ei«nen Theil der deutschen N«tion aus; sie handeln alsounrecht, daß sie als deutsche gegen deutsche streiten»Und warum traun sie auf Frankreich? Aus wiederhol-ter Erfahrung kennen sie die Eitelkeit seiner Verheissunsgen, — Nach Bewilligung von 1000 Säcken Getrawdes, welche den Rantonen zugesagt wurden, gabensie dem kaiserlichen Gesandten folgenden Abscheid:—

1. Aus verschiedenen Gründen können die eidgernößische Truppen nicht aus Frankreich zurükberufmwerden.

(II. Theil.)

M