Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
187
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verglich man sich: daß in Zukunft bey Kriegen undBündtnissen, bey Erhöhung oder Vermehrung derZölle und Auflagen, bey Abänderung der Cydesfoemeln u. s. w. zuerst noch die Bürgerschaft sollte be-nachrichtigt werden, bevor der grosse Rath zu end-lichem Schluß schreiten dürfte. — Einzig die Zunftzum Schlüssel begnügte sich mit dieser Erklärung;immer noch nicht gänzlich befriedigt, versammeltensich alle übrigen Zünfte aufs neue / den 22 Februarnach vollendeter Morgenpredigt; den Zunftvorste-Hern machten sie scharfe Verweise über die nachlaßige'Behandlung des ihnen anvertrauten, politischen Ne-formationswerks; endlich versicherten die Bürger,daß sie in Zukunft nicht mehr so zahlreich auf dasNathhauft kommen, sondern ihre Beschwerden inSchriften vortragen werden.

Den ganzen Verlauf berichteten die AnwesendeGesandte, nicht nur jeder seiner besondern Obrig-keit, sondern auch sämtlich der damals in Baden ver-sammelten , gemeinetdgenoßischen Tagleistung.Von dieser Tagleistung wurden der Rath sowol alsdie Bürgerschaft sehr dringend zur Eintracht ermah-'net. Dieses Eriunerungsschreiben nahm die Obrig-keit in Base! mit Dank auf; die Bürgerschaft aberrechtfertigte sich wegen ihres Unwillens in einerWeitlauftkgen Antwort, worinn sie sich über die herr-schende Mißbräuche in der Regierung sehr bitter be-schwehrte; zugleich lehnte sie den Vorwurf einestumultuarischen Verfahrens, der ihr in dem eidsgenößifthen Schreiben gemacht worden, mit Nach-dem! von sich ab, und versicherte, daß sie sich zu Er-reichung ihrer vaterländischen Absichten keiner ans