Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
197
JPEG-Download
 

r6yi. berichtete dieser: In der Vormittags gehal-tenen Rakhsverfammlung habe man sich geneigt fin-den lassen zur Annahme der eidgenößischen Vermitk»lang: allein auf die erste Nachricht hievon babendie Ausschüsse der Bürgerschaft den Bürgermeister, so lang beunruhigt bis er Nachmittags um 4 Uhr

> den grossen Rath aufs neue zusammenbernfen lassen;

- dieser Versammlung wohnten nicht mehr als zwey' und siebenzig Rathsglieder bey; vor denselben erschien

- ein Ausschuß der Bürger/ mit Begehren, daß manj den schon nach Zürich überschriebenen Schluß abän-

- dere und die zum voraus verabredete gemcineidges

> nößische Tagleistung verhindere. Würklich brachtenl es die Bürger dahin, daß im Namen des grossen: Rathes durch ein anderes Schreiben das erstere fol-i gendermaaffen eingeschränkt worden: Die Bürger-l schaft, (wie man aus ihrem mitkommenden Schrei-l ben sehn könne, i werde ohne Aufschub die noch übri-

- gen Streitpunkten lediglich der Entscheidung ihrerf Obrigkeit überlassen; für dicßmal sey alles beruhigt;

- wofern man sich aber über den einen oder andern< Punkt nicht vergleichen könnte, so werde man als-; .denn den Rath und die Vermittlung der Eyllgenosscnl ^erbetten; inzwischen Hofe man, daß Zürich die ver-Z 'abredete, gemeincidgenoßische Tagleistnng aufschie-Z ben werde. — Hierauf überreichten die Bürger der

- 'Obrigkeit einen weitlauftigen Aufsatz; derselbe ent-e hielt fünf und neunzig Punkten über die Verbesserung

- der Polizey; neun und zwanzig Punkten über das

- Justizwesen und fünfzehn Punkten über die bürgen) lichcn Rechte und Freyheiten.

- Den i8 und 20 May besetzte der grosse Rath die