224 -
tm Religionsübung allein ein; von irgend einigerEinschränkung des carholifchen Gottesdienstes woll»ren sie überall nichts wissen. Die Züricher hinge-gen erklärten diese Auslegung der Vertrage für ein-seitig; sie stellten vor, daß ungeachtet aller vieljäh-rigen Bemühungen von Seite der V katholischen Kan-tone gleichwol bis auf den heutigen Tag in der Kir-che zu Lustorf kein Altar für die Katholicken einge-räumt worden, wenn gleich die Anzahl derselben zuLustorf weit grösser als in Wartau gewesen.
Von beyden Seiten nahm die Erbitterung so sehrüberhand, daß man wachen gegen einander aus-stellte und sich zum Rrieg rüstete. *) Im Augstmo-nat ward eine zum Feuer verdammte Hexe, in Ge-genwart vieler hundert Zuschauer von beyden Reli»gionen, an die Gränzen zwischen Schwytz und Gla.rus begleitet. Auf dem Weg gegen Zürich bemerkteman unruhige Bewegung mit herannahenden Wol-ken von Staube. Sogleich erscholl das Geschrey vonfeindlichem Anmarsch der Zürcher; nicht nur wur-de durch den ganzen Banton Schwytz die Sturm-glocke geläutet, auch nahm man unterwegs alle Re-formirten gefangen und mit bewafneter Hände wur-den die Pässe verwahret. Der Feind rückte heran;es war ein Fleischer, der eine Heerde Schaafe vorsich Hertrieb. Man legte die Waffen bey Seite, dieArrestirten wurden befreyet und der armen Hexewurde als Urheberin dieses Blendwerkes gefluchet.
Zur Vermeidung mehrerer Unruhen schrieb Lern
auf
ai
ar
ft
Ui
zu
u
ar
si-
ch
si-
ch
de
ick
di
16
W!
dei
sch
he
d) S. Waldlirch, Tb- II. 70; wie auch Hottingers Ki»chengcsch. und Friesen Handschrift«!.
ter