Band 
[Zweyter Theil.]
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auf den iy Augstm. eine Taysirtzung nach Badenaus. Noch vor dieser Zusammenkunft berichtete derfranzösische Sotlschafter, Amelol, daß man dieUnkosten einer Tagleistung ersparen könne/ indemzum voraus die katholische Neligionoübung zuWartau aufgebebt worden. Ueber diese Aufhebunggaben die V katholische Rantone ein Factum her-aus, mit feyerlichec Aeusserung, daß, ungeachtetsie für einmal aus wichtigen Betrachtungen die ka-tholische Religionsübung in Wartau nicht durchsetzen,sie darum keineswegs auf ihre Ansprüche Verzichtthun. Dieses Factum sah» Zürich und ReformirtGlarus als Zunder zu künftigem Zwist an; sie be-gnügten sich also nicht an dießmaiiger Abschaffungder Messe, sondern drangen auf einen eydgenößi-schen AuLspruch.

Auf einer neuen Tagleistung in Baden brachtendie VI unpartheyifche Bantone den 2z September1695 folgende verguchspuncten zu Stande.

1. Zu Wartau soll alles in die alte Verfassungwieder hergestellt werden, jedoch ohne der eine« oderder andern Parthey irgend Etwas entweder zu neh-men oder zu geben.

2. Sollen Handel und Wandel ungekrankt bleiben.

3. Allseitig soll alles, was verübt, gcredt, ge-schrieben und vorgebracht worden, in gänzlicheVergessenheit sinken.

4. I» Zukunft aber jedermann sich alles Schinä-hens und aller Feindseligkeiten sorgfältig enthalten»

Bald hernach, nämlich im Oktober 1695 erneuere»len die katholische Bantone ihr Bündtniß mit demBischof zu Basel. Hiezu wurden auch die rerov»

(II. Theil.) P