Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
238
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den Ernst des Königs sah, so schrieb sie sehr drin-gend an ihren Gubernawr zu Neuenbnrg, daß erden Stadkrath und die Synode durch alle möglichenVorstellungen zur Wiedereinsetzung des Girards be-wege. Diese gaben zu bedenken, daß allbercits einanderer an seinen Platz eingesetzt worden, daß alsodie Wiedereinsetzung des Girards nicht ohne Aerger-niß und Verwirrung, auch nicht ohne Verletzungder Disciplin und Kirchenfreyheiten vorgehen könn-te. Unterm 7 Augstm. 1699, neuen Styls, erklär-te sich der Rönig, daß er selbst einen Gubernatorin Neuenburg einsetzen und der Herzogin mit seinenRriegstruppen zur Wiedereinsetzung des Girardsbehülflich seyn wolle. Diese Wiedereinsetzung wardauch von dem französischen Lottschafter in derSchweiz, dem Marquis de Püißieüx, sehr eifrigbetrieben. Die Ministralen, der Rath und die Ge-meinde zu Neuenburg stellten vor, daß Girardaus ganz andern Ursachen, keineswegs wegen An-hänglichkeit an den Prinzen von Conti entseztworden sey. Auf wiederholtes Judringen des Kö-nigs, ließ sich die Herzogin so weit herab, daß siebey den Neuenburgern um die Wiedereinsetzung desGirards als um eine besondere Gunst bat. Nunmehrbegaben sich im Namen des Raths und der Sy-node zu Neuenburg der Pfarrer Lribolet;n Mo-tiers- Travers und der Venner Chambrier nach Lernund Zürich, um sich daseist Raths zu erholen. ImSeptember 1699 versammelten sich die sämmtliche,reformirte Eydgenossen zu Arau. Vor dieser Tag-leistung erschienen von Neuenburg als Abgeordne-te, von Seite der Synode der Deckn Perrot nebst

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