Band 
[Zweyter Theil.]
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aus schleuderte er den Bannstral über jedes Gliedder Regierung, das seinen Ehrgeitz beleydigte. VonZeit zu Zeit ward er wegen dieses Mißbrauchs derKanzelfreyheit zu Rede gestellt. Schon in dem Jahr1675 und hernach in dem Jahr 1686 verlangte derStadtrath bey der neuenburgischen Synode seine Ent-setzung ; immer sah er sich wieder begnadigt. Andem Osterfeste 1699 predigte er mit solcher Wut ge-gen die Obrigkeit, daß er nunmehr auf ihren An-trieb von der Synode im April würklich entsetztwurde. *) Er beschwerte sich, daß die gegen ihngebrauchten Formalitäten bey der Kirchenvisitationgesetzwidrig gewesen; er verlangte, daß über feinenWandel und über seine Predigten die ganze Gemein-de verhört werden möchte. Zu seinen Gunsten er-schienen seine Verwandte, in Begleit von mehr alshundert Bürgern, und liessen durch den Mund desgewesenen Chatelain Brün von Thiele die gefährli-chen Folgen einer solchen Entsetzung vorstellen. Nachfruchtloser Bemühung wendete sich Girard, seinenEydespflichten zu wider, an den Prinzen de Conti,den er beredete, daß er einzig seinetwegen zum Mär-tyrer geworden. Auf Fürbitte des Prinzen empfahlder Rönig durch Torcy der Herzogin von Nemoursdie Wiedereinsetzung des Girards, und zwar mRücksicht auf ihr gegebenes Versprechen, daß sie alleentsetzte Beamte wieder einsetzen und keine von denin dem Neuenburgischen Succeßionsgeschäft intercßir-te Personen beeinträchtigen wolle. Da die Herzogin

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