ausgenommen einen Student von Lausanne, undeine Magd, welche sie vorher schändeten. In ihreHände fiel endlich ein gewisser, alter Mann; fle-hentlich bat er um sein Leben, und stellte vor, daßer ein Vater fünfzehn lebender Kinder wäre, derenUnterhalt einzig von seinem Daseyn abhänge. Nebstseinem Rock gab er ihnen zo Thaler, die er bey sichhatte, und sie liessen ihn laufen. Da er in derNacht kein Dorf mehr erreichen konnte, so legte ersich in eine auf freyem Feld stehende Scheune,Wahrend der Nacht zog bey dieser Scheune dieganze Rotte vorüber; er hörte, daß sie einanderwegen seiner Loslassung Vorwürfe machten; auchvernahm er aus ihren Gesprächen eine Menge böserThaten, die sie verübt hatten. Indeß wollte ihmdas Glück so gut, daß, da sie ihn einzuholen be-schlossen, er glücklich zu Morges anlangte, und al-les dem dortigen Landvogt entdeckte. Hierauf wur-de das ganze Mordnest zerstört; in Zeit von sechsWochen wurden bey vierzig zum Feuer und Rad?verurtheilt; zwanzig andere erhielten gleichfalls denLohn ihrer Thaten. Mann vor Mann waren sie alleso verstockt, daß sie ohne das geringste Zeichen eini-ger Reue dahin starben. Bey der Hinführung zumRichtplatz ficng einer aus ihnen bey einem Hügelüberlaut an zu lachen, indem er, auf Befragen,erzählte: Daß er ehmals an diesem Orte einenschlafenden Kesselflicker gefunden, mit einem-klei-nen Feuer zur Seite und einem Lofcl geschmolzenenBley's. Dieses hätte er dem Mann in die Kählegegossen; hierauf sey er mit so kurzwcili en Kaprio-len verschieden, daß er sich bey der Wiedererinne-
Schliessen