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selbige schössen, und einen Genfer, der darauf war, §verwundeten. Ein savoyscher Edelmann, der Sa« ^von de Cornai, ward von den Franzosen gefängs ^lich nach Chambery geführt. Dieser de Lornai hatte ^vor ein Paar Jahren den französischen Anschlag auf ^Montmelian entdeckt. Der Ritter de In Aale sollte ^auch aus der Bernerfchen Galliot weggeschleppt wer- ^den; allein er gab sich für einen Eidgenossen aus, ^
und ward mit der Galliot ledig gelassen. — Im ^
Jahr 1706. reisete ein Freyburger in eignen Anger ^legcnheiten seines Kantons zu dem Herzog von Sar -voyen. Nahe beym Lager fiel er unter Soldaten, ^die ihn plünderten und tödeten, ohne hernach zur ger ^ringsten Genugthuung verpflichtet zu werden. Wenn ^auf solche Weise das Völkerrecht, das Kriegesrecht, ^und andre noch so heilige Vertrage von den gegen- ^seitigen Hoheiten selber ohne Scheue hintangesezt ^wurden, wie kann es befremden, daß auch unter ^der Hefe des Pöbels alle Begriffe von bürgerlicher ^Ordnung gänzlich verschwunden? Hicvon nur sollgendes Beyspiel, welches wir aus dem Jahr 170z '
herholen, um es hier bcyzufüg en: *) Zwischen Laus ^sänne und Morgcs wurde beynahe ein ganzes Dorf ^von allen seinen Einwohnern entledigt, indem sie ^als Räuber und Mörder, bey sechzig in Verhaft ge-bracht , die übrigen aber mit Weib und Kindern zurFlucht genöthigt wurden. Schon lange hatten dieBösewichtcr ihr Handwerk getrieben. Um desto eherverborgen zu bleiben, plünderten und mordeten siekeine eingesessene , sondern nur fremde Personen,
*) C- Anglers historischen Schauplaz, erste Fortstz. S- 4üs.