Band 
[Zweyter Theil.]
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xa, flehte, nebsi ihren Anverwandten, um Mildesrung des Urtheils. Es ward aber pünktlich vollzo-gen ; nur das Haus blieb »«geschleift.

Unter kaiserlichem Schutz lebte Masner zu Feld-kirch, und arbeitete an seiner Apologie. Den Grau-bündtnern versagte der Raiser die Zufuhr des Ge-traides, sie aber verschlossen vor den kaiserlichenTruppen den Durchpaß nach Italien.

Nach und nach des kaiserlichen Schutzes verlursiig,flüchtete sich Masner halbtod nach Glarus- Nach-dem er entdeckt worden war, forderte der französi-sche Gesandte seine Auslieferung. Er wurde ge-warnt, rettete sich auf einem Wagen, brach beymUmsturz desselben den Nacken, und starb wenigeStunden hernach auf der andern Seite des Rheinsauf kaiserlichem Boden. Mit ihm starb seine Factionnicht aus. Vermittelst beträchtlicher Summen ge-wann seine Wittwe den Wienerschen Hofkanzler,Graf von Seilern. Sein Neffe, einer von denBevollmächtigten des Kaisers auf dem BadifchenFriedens-Congresse im Jahr 1714. drang auf deSjungen Masners Loslassung. Der Rönig vonFrankreich schien hiezu nicht »«geneigt. Verschie-dene Partikularen aber schwärzten den Sohn alsMithaften des Vaters an, und begehrten von jenemdie Erstattung alles dessen, was ihnen dieser ent-wendt haben möchte. Nach langen Unterhandlun-gen kam endlich der junge Masner aus Frankreichzurück, und sein Vaterland krönte ihn für sein po-litisches Martyrthum mit Würden und Aemtern.

Beynahe um gleiche Zeit ward auch der RantonFrepburg beunruhigt. Als daselbst der Obrist von