--- 42Z
entsprachen dieser Erwartung, auch schickten sie eineBesatzung nach Baden.
Der Friedens - Congreß nahm den 26. May 1714seinen Anfang. Den 5. September erschienen da-selbst die beyden Generale, der Prinz Eugen, undder Herzog von Villars, als Bevollmächtigte.Den 7. gleichen Monats, mittags um 12. Uhr,ward auf dem Rathhause, in dem gewöhnlichenConferenzsaal, bey offener Thüre, der Frieden un-terzeichnet, ausgewechselt und hernach verkündigt.Die Grundlage desselben sind der Westphalische,Nimwegische, Ryßwickische und der erst noch in demLauf dieses Jahres 1714. beschlossene RastattischeFrieden. In diesem Badenschen Frieden bekömmtOesterreich Altbrysach rechter Hände des Rheins,Frankreich bleibt Meister auf der Linken des Stro-mes, nach dem XXsten Artikel des RyßwickischenFriedens. Oesterreich bekömmt wieder die FestungFreyburg, wie auch Kehl auf der rechten Seite desRheins ; die Schanzen auf dieser Seite gegen Hä-ningcn werden, nebst der Brücke, auf französischeUnkösten niedergerissen. Die Festung Landau kömmtan Frankreich. Die spanischen Niederlande fallenan Oesterreich, mit Ausbedingung dessen, was demKönig in Preussen von Geldern zukömmt. Ebenso behalt Oesterreich seine Besitzungen in Italien,nämlich Neapel, Sardinien, die Toscanische Kästeund Mayland. Uebrigens soll kein Theil die Neu-tralität von Italien stöhren. Die andern Artikel,welche die Kantone weniger berühren, übergehenwir. Auch die Rantone waren diesem Frieden ein-verleibt worden. Nicht lange vorher, bey Anlaß