gung verband er sich selbst die Augen, zeigte den *
Soldaten, wo sie Hinschießen sollten, betete und ^
endete mit diesen Worten: Ich bin schuldlos, und §sie töden mich! Allmächtiger Gott, gieb mir Kraft,daß ich ihnen verzeihe Seine Freunde warfen ihmkeinen andern Fehler vor, als seine allzugroße Dirfputirsucht, und eine allzuheftige Rachbegierde wardas einzige, was die ärgsten Feinde beyfügen konnten.
Mehrere andere Bürger wurden noch in diesemund in dem folgenden Jahre zu verschiedenen Strar ,fen verurtheilt. Nachdem das Herz der meiste» ,
Bürger von Haß und Entrüstung voll genug war, .
und nur der Schrecken vor den neuerlichen UrtheW ,sprächen den Ausbruch blutiger Rache verhinderte, ^so schrieb nunmehr der Rath einen außerordent- ^liehen Bußtag aus, und die Geistlichen unterlief ,sen nicht, in ihren Predigten die Justitz der obrigi ^keitlichen Gewalt zu erheben. ,
Bald nachher (im Jahr 1708 ) wurden die eidges ^nößische Truppen nach Hause geschickt. Hingegen .vermehrte man die neun Compagnien der gewohw ^ten Stadtgarnison mit yo Mann. Um die Koste» <zu erheben, schränkte man das Artillerien Corps ein, ,weil im Nothfall der Rath auf dieses ohnehin nichtzählen konnte.
Im Jahr 1712. sollte sich der vor fünf Jahren sotheuer erfochtene, periodische Gencralrath zum epstenmale versammeln. Den ro. December wurdewirklich die Bürgergemeinde zusammenberuftn, mitMehrheit der Stimmen kannte sie diese periodischenVersammlungen wider ab, und zernichtete in einerStunde den Grundpfeiler von Fatioo aufgeführtem