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tholischcn Kantone. In gleicher Absicht versammel-ten sich zooOO Mann aus den maischen vogteyenzu Locarno. Nicht ohne Mühe beredete sie derBernersche Landvogt May zu Mcndrys, zurRückkehr nach Hause. Um das Volk destomebr ge-gen die reforniirte Bantone in den Harnisch zu ja-gen , streute man den 18. April in den katholischenLandern aus: Bey Einnahme der ToggenburgischenKlöster, Magdenau und Neu-St. Johann hatteman an ersterm Orte die Klosterfrauen genoth-züchtigt und darauf zum Fenster hinuntergestürzt;an lezterm Orte aber einen Priester getödet, demChristuskind auf dem Hochaltar das Haupt abge-schlagen und auf die Schulter einen Bockskopf ge-sezt, den Opferstock geplündert, das Ciborium weg-geworfen und mit Unrath vermengt.
Den 19. April erschien in Zürich ein Eilbote vonSchweiz mit zwey Schreiben, das eine von diesemRamoi, besonders, das andere von den zu Brun-nen versammelten Gesandten der Kantone Lucern,Ury, Schweiz, Unterwalden und Fug: Wofernman nickt entweder durch gütliche Vermittlung oderdurch rechtlichen Ausspruch dem Abbt zu Gt. Gal-len zur Beylegung der Toggenburgerzwiste behilflichseyn werde , so sehen sie sich zu gewaltsamer Un-terstützung sowol des Prälaten als der beyden ver-landrcchteten Kantone genöthigt. Gleiche Schrei-ben wurden auch nach Lern abgeschickt. Sehr drin-gend forderte der Ranton Basel alle intereßirtenPartheyen zu gütlicher Unterhandlung auf. Es waraber zu späte. Die Züricher verstärkten ihre Trup-pen in dem Rnonaueramte, die Berner an den