Band 
[Zweyter Theil.]
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Rantonen, zwischen den beyden Vororten unddem Abt von St. Gallen eine Aussöhnung zu tref-fen. Nur das Gebiet dieses letztem war noch mitTruppen besetzt. Den 13. August luden ihn dieunintereßirten Rantone zu einer Friedenshand-lung nach Saden ein. Er antwortete , daß er,als Reichsglied, noch vorher die Gedanken des Kai-sers und des Reichs einholen müßte,

Um diese Zeit erschien Nabholz auf der Taglei-stung in Arau bey den Vororten mit einer Bittschrift,um für seine bisherigen Bemühungen, Versäumnisse,Strappazen eine Vergeltung zu suchen. Er strebtenach einer zweyjahrigen Verwaltung der erobertenLandvogtey Sahen. Dank erhielt er im Ueberfluß,desto weniger Hofnung Wegen ausgestandenerMühseligkeiten bekam er gleich nach dem Krieg ei-ne Lähmung, so daß er an der Krücke gehn muß»te. So wol wegen anrückenden Alters als auchwegen des Hasses, den er sich von Seite der ka-tholischen Kantone zugezogen hatte, durft er nichtmehr als Sachwalter bey den eidgenößischen Tag-leistungen erscheinen. Auf Zubringen der Obrigkeitentschloß er sich, für einige Jahre das schwierigeund eben nickt einträgliche Amt eines LandaM-mans im Thurgäu, das ist die Aufsicht über dieBeobachtung des Landsfriedens auf sich zu nehmen-Zngleich erhielt er Siegel und Briefe, daß ihmnach Verfiuß einiger Zeit die Landvogtey Bade»für ein paar Jahre zufliessen sollte.

Der ausgetretene Untcrvogt der Grafschaft Ba-den, Beat Anton Schnorf, der während des Krie-ges die beyden Vororte so vielfältig beleidigt hatte