Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Den Zc>. Junius 1714. erschien von Rasenspurgaus, anstatt der Ratification des Abts, ein ge-drucktes Blatt, unter der Aufschrift: „Ursachen,„warum üuguiiMmo Imperators inconlulto das„reichsfürstliche Stift St. Gallen über das zu Ror-„ schach nur bloß auf willkürliche UmiÜLMion hin„abgehandelte ksciücsrion^-krojeök ferner nicht hat„schreiten können noch sollen. » Diese Schrift er.innerte auf einmal wieder an Nabholzen- Unterm28. August 1714. erhielt er von dem Rath zu Zürichden Auftrag zur Wiederlegung derselben. In Ab-sicht auf den Jnnhalt, auf die historischen Anzeigenund Beweise erhielt die Wiederlegung in Zürich durch»gängigen Beyfall, nur wurde dem Verfasser mehrKürze im Vortrug und ein bescheidener Ton gegenden Abten empfohlen. Da Nabholz sonst keine nä-here Antwort bekam, so schrieb er an den Bürger-meister, daß, wenn er für seine Arbeit keinen Dankverdiene, man ihm wenigstens den Taglohn solltezuflicssen lassen. Den Z. October beschenkte ihn hier-auf der Rath mit ioc> Louis-Blancs aus dem Se-ckelamt. Zugleich empfahl man ihn zu mehrererBelohnung an Bern-

Im Toggenburg indeß vermehrte sich aufs neuedas Mißtraun, und zwar nicht nur unter den ver-schiedenen , auch selbst unter den gleichen Glaubens»genossen. Zu gleicher Zeit verbreitete sich die Seu-che der Schwärmerey und des Pietismus. Beydem geistlichen lValrecht, welches der Landmannausübte, verloren die Pfarrer ihr Anfehn. Ausden Consistorialsachen erwuchsen Prozesse. Rüd-lingec wurde nicht mehr zum Beysitz bey den Ge-