7. Sicilien soll einem Baierschen Prinzen zufließen.
8- In der Eydgenoßschaft soll eine solche Einthei.lung gemacht werden, daß kein Kanton mehr Landbesitzen soll als der andere.
Auf dieses Gerücht hin traten die protestantischeRantone den 2a. Nov. 171;. in Arau zusammen.Die katholischen Rantone erklärten das Gerüchtals eine erdichtete Zulage. Auch durch den franzö-sischen Gesandtschafkssccrekair, de laMartiniere, er-hielt die protestantische Tagleistung eine feyerlicheVersicherung der Freundschaft des Herzog-Regen,ten. Gewiß ist, daß auch in den katholischen Kan-tonen viele Patrioten die geheimenArtickel vom Jahr1715. verabscheuet hatten. Vcrnct vernahm es ausdem Munde des Ritter Schaub, daß dieser die Lageder Sachen dem Kardinal von Fieury in einem ganzandern Lichte vorgestellt habe; von nun an dachteman in Versailles auf Errichtung eines andernVündtnisses mit dem gesummten, helvetischen Skaats--körper, und freylich erst im Jahr 1777. kam eszu Stande.
Von österreichischer Seite war für die refoemir-ten Rantone noch weniger Gefahr. Durch denspanischen Succeßionskrieg hatte sich auch Oesterreicherschöpft. Seine übrigen Kräfte verwendete es theilszur Festsetzung einer unumschränkten Gewalt in Un-garn, theils zur Sicherstellung gegen die otkoman-nnche Pforte. Der Bund der katholischen Kantonemit Frankreich zog diesen Kantonen den Unwillendes deutschen Reichs zu.