Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Betrachtung aber, daß die Eifersucht, die eine sol.che Eroberung erwecken mußte, weit mehr Nach-theil, als die Eroberung selbst nicht Vortheil brin-gen würde, rettete für einmal die Schweißer. Dr.Heidegger, der wahrend der Marseillianischen Pest-seuche mit dem Grafen dü Luc, dem Haupturheberdes Bündtnisses vom Jahr 1715, auf gleichem Land-hause in Langucdok eingeschlossen war, las dieseAnekdote in den ihm anvertrauten Denkschriften desGrafen. Allzusehr war Frankreich durch den spani-schen Succcßionskrieg herunter gekommen, und konn-te sich mit nichts anders als mit seinen eignen An-gelegenheiten beschäftigen. Ludwig XIV. starb, undder Herzog-Regent hatte andere Dinge im Kopf,um noch an die Eydgenoßschaft denken zu können.Ohne Würkung blieben also jene geheimern Artickel.Ihr Jnnhalt wurde den Bernern verrathen. Wirliefern sie im Auszuge nach Waldkirch:

1. Genf und das Pays de Vaud sollen an denHerzog von Savoien zurückgestellt werden.

2. Die Bischöfe von Genf, Basel, Lausanne sol-len wieder ihre Dohmkirchen bekommen.

3. Das Fürsienthum Neuburg wird einem fran-zösischen Prinzen bestimmt.

4 Der Abt von St. Gallen soll entsetzt, von demConvent ein andrer erwählt und ihm das Toggen-burg eingehändigt werden.

Mit Güte oder mit Gewalt sollen die katholi-schen Kantone wieder Zutritt zur Mitregierung inden Verlornen Vogteyen erlangen.

6 . Das Thurgäu nebst der Grafschaft Kyburgsoll dem Kayser zukommen.