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Mit Ueöergchnng verschiedener, kleinerer Vorfal-le aus diesem Jahrzehent, berühren wir noch kürz-lich die genferschen Unruhen. Im I. 1714. hatteder Rath zu Genf eine Erweiterung der Fortificaetionen beschlossen. In dieser Absicht erkannte erfür zehn Jahre eine neue Auflage, die sich jährlichauf loooo Thlr. belief, auch nahm er von der Bür-gerschaft ein Kapital von 270002 Thlr. auf, die erum 3 p. Lem zu verzinsen versprach. Der Rathdachte entweder nicht mehr an jene Unruhen vomI. 1707. zurück, oder durch den damals erhaltenenTriumph desto beherzter gemacht, beredete er sich,daß die Bürger für immer von jeder Auflehnungabgeschreckt worden. Allein schon feit dem I. 17iZ.beschwerten sich einige aus diesen, daß der Rathdie neuen Auflagen ohne Einwilligung der ganzenBürgerschaft erkennt hätte. Im I. 1718. erschienenzwey Sendschreiben, in welchen man dem RatheUntergrabung der bürgerlichen Freyheit vorwarf.Sogleich wurden diese Sendschreiben als aufrührischverboten. Ein Haupturheber der neuen Unruhenwar I. B. Michcli dü Crcst. Er stammte aus einemadelichcn Geschlecht in Genf ab. Nach seines Va-ters Hinscheid gerieth er wegen des Erbthells in ei-nen Rechtshandcl. Der Verlust desselben verbitter-te ihn so sehr - daß er ohne dem ausgesprochenenUrtheil ein Genügen zu leisten, sogleich wieder zuseiner Compagnie unter dem Regiment Besenwaldnach Frankreich verreiste. Nunmehr übergab er iwI. 1719 der genferschen Kriegcskammer eine Schrift,worinn er den Fortisicationoplan als höchst unschick-lich tadelte. In gleichem Jahre ward er in den