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Wenn also die Ueppigkeit hie und da über häus-liche und bürgerliche Sitten einigen Sieg davonträgt, so geschieht es gröstentherls nur da, wo derAufenthalt entweder auswärtiger Gesandten odersonst andrer, vornehmer Herrschaftenzum herr-schenden Tone beyträgt. An andern Orten mögenwol auch theils der Kriegsdienst, theils der Han-delserwerb den Luxus befördern. Die Hilfsquellendes erster» indeß sind eben nicht sehr beträchtlich;noch so beträchtlich mögen die Hilfsquellen des lez-tern seyn, so würden sie ohne immer vermehrte Thä-tigkeit gar bald versiegen. Eine solche Thätigkeitaber ist zugleich der sicherste Damm zur Einschrän-kung des üppigen Lebens. So eitel daher der ebenvon Reisen zurückgekommene Jüngling seyn mag,so selten ist eö, dasi er nicht gcsezt werde, so balder in Hymens Baude und damit zugleich in die Ge-schäfte des Staats, des Hauses und des Comtoirsversinkt ist.
Unter den angegebenen Umstanden treibt derNationalgcist allenfalls noch eher nahrhafte Früchteals glänzende Blumen hervor. Immer noch werdenhen Grazien weniger Altare gcweyht seyn als denernsthafter,, Musen Daher in den Schriften wiein dem Umgänge weniger Witz als Verstand; dahermehr Fleiß als Erfindung; mehr Gelehrsamkeit alsGenie; daher unter den Scribenten jene litterarischeHerkule, welche den Augiasstall eben so gern ansüll,ten als räumten. Wen» indeß dem heutigen Belle-trist und Empfindler, der sich in irgend einem Mu-senalmanach oder Zeitungsblat als seinem olympi-schen Kampfplätze tummelt, diese oder jene Bemü-