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zug freye, witzige Laune und beißender Satyr zuseyn scheint, so mangelts ihm keineswegs weder anachtem, philosophischem Scharfsinn noch an vielfa-cher Gelehrsamkeit. Da wir mit Grund die jedes-malige Beschaffenheit der Sprache als den Thermo-meter des Nationalgeistes betrachten, so dürfen wirnur an die schnelle und außerordentliche Revolutionder Sprache erinnern, und wir werden die gleicheRevolution auch in dem Geiste der Nation selberbemerken. Nur dürfen wir z. B. Bodmers Jugend -und Alterssprache, überhaupt die Sprache Bod»mers, Halters, Geßners, Lavaters mit der bnnt-scheckigten und schleppenden Sprache der Heinr. Hei-degger und Jacob Hottinger vergleichen. Vielleichtdaß wir uns nicht betrügen, wen» wir die neue,glückliche Richtung des Nationalgeistes folgender-maßen erklären:
Mit Wiederherstellung des Friedens und mit Er-weiterung der Manufactnren wuchsen die Künste desReichthums. Der Reichthum vermehrte Bequem-lichkeit und Muffe. Diese öffneten dem Geschmackund Beobachtungsgeist freyere Entfaltung. Nichtaller Orten indeß zeigen sich solche Erscheinungenbeym Handel. So z. B. herrscht zu Genua, Amster-dam u. a. m. O. Mercur, als Gott der Kaufmann-schaft, weit weniger als des Geschmacks und derBcredtsamkeit. Oder um bey unserm einreschränk»ten Gesichtspunkt stehen zu bleiben, so giebts inder Eidgenoßschaft mehrere Handelsplätze, wie z B.St. Gallen, Neuenburg, Basel,') wo weniger für
) Von Ausnahmen ist nicht die Rede , sondern von dem