Band 
[Zweyter Theil.]
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gleichfalls der Hexerey beschuldigt und in Zürich !verbrennt worden. Der Aberglaube und die Unwis- >senheit in der Naturlehre waren noch so groß, daßScheuchzer, dieser eben so gelehrte als frommeMann, Gefahr lief, wegen der Lehre von den Schwamrmerdainschen Samenthiergen für schlüpfrig, und we-gen der eopernicanischen Hypothese für profan er-klart zu werden. Seither haben die beyden Scheuch-zer Funken von dem Licht ausgestreut, welches ge-gen der Mitte des Jahrhunderts durch die Geßnerund Haller, durch die Lemouilli und Erster,durch die Tissot und Zimmer-mann, durch dieSulzer, Cappeler, Rivet, Saussüre u. m. a. !sich über entfernte Gegenden verbreitete. Und werkennt nicht die wohlthätigen Bemühungen der phy-sisch - öconomischen Gesellschaften in Bern, Zürichund anderstwo? *)

Lange bestand die schöne Litteratur alleinnoch in philologischer Kenntniß der elastischen Rö-mer und Griechen. Einer der ersten, der in diesemJahrhunderte zu Zürich bessern Geschmack verrieth,war Gotthard Heidegger, der im Jahr 1711. alsAufseher der Seminaristen gestorben. Unter günsti-gern Umstanden wär er ein Liskov für Zürich gewor-den. Seine Schreibart im Deutschen gleicht dernaiven und energischen Schreibart des Msnkagneim Französischen. Ungemein unterscheidet sie sich ^von der verwickelten, gedehnten und holprigtenSchreibart seiner Zeitgenossen. Obgleich sein Haup:-

) S. Ser-one statsrets äes Kations äe I'Lurox;, BandI. Hptst. III. s. -4- 2S.