Arsenik, gediegen, (Arsenicum nativum , Arsenienatis) im sächsischen Erzgebirge Sch erbe n kobelt,im böhmischen Giftkobelt, und auf dem HarzeNäpfchenkobelt, sonst noch Fl i e g e n st e i n genannt.Er ist von einer Mittelfarbe zwischen lichte bleygrau undzinnweiß, die aber sehr bald an der Luft graulichschwarzanlauft. Er bricht derb, eingesprengt vorzüglich Nie-ren-- und traubenfärbig; durchlöchert, zerfressen, ge-strickt und mit Eindrücken; der äußere Glanz zufällig;inwendig wenigglänzend von vollkommenen Metallglanz;im Bruche uneben, von grobem, kleinem und feinem Kor-ne, zuweilen eben und fiachmuschlich, auch büschelför-mig auseinander laufend strahlig; scharfkantige zuwei-len scheibenförmige Bruchstücke; gewöhnlich dünn- dick-krumm- und concentrischschalig oder nierenförmig, ge-bogenschalig abgesonderte Stücke; wird durch den Strichglänzender; ist halbhart; milde: schwer zersprengbar; indünnen und etwas breitern Stücken klingend; außeror-denrlich schwer (der blättrige vom Harze nach Kirwan5,670); gibt durch Reiben einen arsenikalischen Geruch;eben so wie der weiße dicke Rauch vor dem Löthrohre,der nach Knoblauch riecht, brennet mit einer blauenFlamme, und verflüchtiget sich. Er bricht vorzüglich imböhmischen und sächsischen Erzgebirge bey Joachimsrhal,Gottesgab , Freyberg, Annaberg , Johanngeorgenstadt ,zu Reichenstein in Schlesien; bey Andreasberg am Har-ze, zu Nagyag in Siebenbürgen in den GangartenQuarz, Baryt, Kalk- Braun- und Flußspath mit Sil-berarsenik, Rothgiftigerz, Bleyglanz, Kupfernickel,Glanzkobalt, gediegen Silber, Epath-Eisenstein. Erwird auf weißen Arsenik benutzt.
Arsenik, geschwefelter, gewöhnlich Rauschgtlbgenannt, ist von zweyerley Art:
-) Rauschgelb gelbes (Arrenicum minerali-satum, resigallum flavum ; Orpiment) sonst auch A u-ri Pigment, Op erme nt genannt, von zitrongelberFarbe, die isich mehr oder weniger dem Schwefelgelbe«