Buch 
Mineralogisches Handlexikon oder alphabetische Auffstellung und Beschreibung aller bisher bekannten Fossilien ... : nach ihrer alten und neuen Nomenclatur und Charakteristik, ihrem geo gnostischen Vorkommen und ökonomisch-technischen Gebrauche, sammt der in die Ordnung des Alphabets eingeschalteten Erklärung der zur Charakteristik gehörigen Kunstwörter / von Professor Jos. Red. Zappe
Entstehung
Seite
25
JPEG-Download
 

*5

Arsenikrubin, s. Rauschgelb, rothes bey Arsenik,geschwefelter.

Arseniksänre, eine mineralische Saure, die man alsFossil in der Natur nicht hat; wohl aber durch Zer-setzung der Salpetersäure mit Arsenik erhalten kann.Sie ist feuerfest, und für sich zu einem durchsichtigenGlase schmelzbar, und in zwey Theilen Wasser auflös-bar. Findet sich unter andern im Pharmakolith.

Arsenikstlber, s. Silberarsenik.

Asbest (ttlcum Asbesms), eine den Alten wohl be-kannte Steinart, aus welcher sie ihre unverbrennlicheLeinwand machten. In den Mineralsysiemen findet mansie unter der Talkordnung nach folgenden vier Arten,wozu noch Schuhmacher den zcolithförmigrn setzet, dieich in alphabetischer Ordnung hier anführe, als:

a) Asbest, biegsamer (Amianrhus), meist lichter unddunkler grünlich-weiß; derb, auch in dünnen Trümmernim Serpentine, und in büschelförmig zusammengchäuf-ten haarförmigen Krystallen (Bergflachs, Berg-wolle, B e r g h a a r); inwendig wenig glänzend, vonCcidenglanz (Seidenstein); der Bruch meist gleich-laufend zartfasrig; die Bruchstücke langsplittrig; einigeran Kanten durchscheinend; sehr weich (weicher, auchreifer Asbest); milde; schwer zcrspringbar; zumTheil elastisch- biegsam; wenig fett; leicht (nach Mu-schenbröck -,444); vor dem köthrohre in einzelnen Fä-den zu einer weißen Schlacke schmelzbar; Bestandtheilenach Chevenix -5 Talk; 59 Kiesel; 3 Thon; 9,5 Kalk;2,25 Eiscnox. scheint mit dem Strahlsteine nahe verwandtzu seyn, und übergeht in gemeinen Asbest. Findet sichgewöhnlich in Serpentinbrüchen in schmalen Gängen undTrümmern zu Zöblitz in Sachsen , wodurch der dasigeScrpentinstein nach dem Poliren ein schönes Ansehen er-hält; sonst noch bey Presnitz am Graukopfe auf einemLager von Magnet-Eisenstein; bey Tepel und Kutten-berg in Böhmen ; in Schlesien zu Altkemnitz im Urkalk-steine; u. a. Dieser Amianth war es, aus welchem die