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Mineralogisches Handlexikon oder alphabetische Auffstellung und Beschreibung aller bisher bekannten Fossilien ... : nach ihrer alten und neuen Nomenclatur und Charakteristik, ihrem geo gnostischen Vorkommen und ökonomisch-technischen Gebrauche, sammt der in die Ordnung des Alphabets eingeschalteten Erklärung der zur Charakteristik gehörigen Kunstwörter / von Professor Jos. Red. Zappe
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gen zu Gersdorf in Sachsen , zu Cchcmniy und Krem-niy, und in vielen andern Ländern. Er macht den Ui-bergang in Carneos oft in Opal , auch in Quarz, Zeo-lirh und Hyalith, zuweilen in Hornstein. Seiner schö-nen Politur wegen wird er zu manchen Galanteriewaa-ren, vorzüglich zu Ringsicincn mit Bildnissen (Cameen),wenn zwey Farben in einem Stücke vorkommen, ver-wendet. Mit den obcrstcinischen wirb ein beträchtlicherHnitdcl nach Italien getrieben, welche verarbeitet, alsAusländer wieder zu uns gebracht, sehr theuer bezahltwerden.

Lhalcolith, s. Uranglimmer.

Lhiaftolirh (nach Rome de llsle Macle basaltique,nach de la Mctherie Crucite) , von gelblichweißer Haupt-farbe , die sich sanft theils in das lichte Grünlichgraue,theils in das Dlaßlauchgrüne verlauft. Man bemerktin der Mitte eines jeden Querschnittes der Säule einenrautenförmigen braunen Fleck, aus welchem vier brauneLinen nach den Ecken der Säule zu laufen, wo jedederselben einen abermahl braunen mehr oder wenigervol-kommcn rautenförmigen Fleck antreffen; diese Zeich-nung hat Aehnlichkcit mit einem griechischen Chi (X),und die voranstehende Benennung des Fossils veranlas-set. Er kommt nur in Krystallen vor, und zwar vonlangen, mehr oder weniger dicken, zuweilen etwas ab-gerundeten vierseitigen etwas geschobenen Säulen; in-wendig wenig glänzend, auch nur schimmernd von Wachs-glanz ; im Bruche splitterig ins Erdige; undurchsichtig.;weich; milde; nicht sonderlich schwer (nach Karsten 2,9,7a).Gibt vor dem Lärhrohre ein weißes Email, und der schwar-ze Theil schmilzt zu schwarzem Glase. Findet sich zuBretagne im Thonschiefer; bey Gefrees in Bayrenth lie-gen zerstreuete Krystallen in selben, auch in Spanien aufden Pyrenäen bey Troanwuse, und bey Bareges. Viel-leicht gehören auch die deutschen Benennungen Frucht-und Kukusschiefer hieher. Nach Förster heißt der