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Kreuzstein auch Chiastolith ; man muß aber einen mitdem andern nicht verwechseln.
Lhlorophan, s. bey Flußspath.
Lhlorit, ein Fossil, über dessen Einordnung mannoch nicht richtig ist, und das man nach (Karsten) inder Eisenordnung, (nach Reuß und andern) in der Thon-ordnung, auch (nach Blumenbach und Hauy) in derTaikordnung findet. Es ist von viererley Art.
a) C hlorit, blättriger (Chlorites lamellosus jChlorite feuillete) , von genannter Farbe; eingesprengt;aber fast immer krystallisirt, und zwar ganz eigen, in sechs-seitigen Säulen, die zum Theile zwey mit ihren Grund-flächen zusammenstossende Kegel mit abgestumpften Spitzenvorstellen, zum Theile Cylinder mit an beyden Endenangesetzten Kegeln sind, auch als sechsseitige Tafeln, undso stark abgestumpft an den Endkanten, daß mehrere die-ser Tafeln doppelt sechsseitigen Pyramiden mit stark abge-stumpften Endspitzen gleichen; die Krystalle sind klein undsehr klein, kuglich, nierförmig, auch traubig zusammen-gehäuft, oder unordentlich in einander gewachsen; auf derOberfläche gewöhnlich gestreift und wenig glänzend; in-wendig glänzend von Wachsglanz; meist kmmmblättri-gerBruch nach einfacher Richtung; scheibenförmige Bruch-stücke; zum Theile durchscheinend, auch nur an Kanten»weich; milde; in dünnen Blättchcn gcmeinbiegsam; kommtsonst mit dem gemeinen überein. Bestandtheile nach Lam-padius >8 Thon; 35 Kiesel; » 9,9 Talk; 9 ,' Eisen; 2,7Wasser. Bricht am Gotthard in Begleitung kleiner Kry-stalle, opalisirenden Feldspaths, Titanschörls und Berg-krystalls ; in Salzburg in Fufckthale zwischen Quarz undAdularkrystallen; in Sibirien am Ural mit octaedrischemMagnet - Eisenstein, erdigem und schiefrigem Chlorit.
b) Chlorit, erdiger (Chlorites terree formis »terre de Chlorite), auch unter den Namen Chlorit- undS a m me t er d e bekannt; von schwärzlichgrüner Farbe,zuweilen in das Dunkellauch- oder Dunkelberggrüne über-
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