Buch 
Mineralogisches Handlexikon oder alphabetische Auffstellung und Beschreibung aller bisher bekannten Fossilien ... : nach ihrer alten und neuen Nomenclatur und Charakteristik, ihrem geo gnostischen Vorkommen und ökonomisch-technischen Gebrauche, sammt der in die Ordnung des Alphabets eingeschalteten Erklärung der zur Charakteristik gehörigen Kunstwörter / von Professor Jos. Red. Zappe
Entstehung
Seite
107
JPEG-Download
 

107

mantspath getrenntes Fossil, von grünlichweiffer Haupt-farbe, die sich theils der grünlichgrauen, theils der lich-te spargelgrünen nähert, zuweilen auf der Oberfläche zie-gcl- und fieischroth; nach Hauy auch von roscnrother,blauer und gelber Farbe, zuweilen sind einige dieser Far-ben fleckweise in einem Stücke; derb, eingesprengt, in Ge-schieben, meist krystallisier wie der Rubin , in niedri-ge sechsseitige Säulen, die aber durch ihre Abstumpfungenund Zuspitzungen das Granatdodccaeder bilden, und oftso niedrig werden, daß sie in die sechsseitige Tafel über-gehen; auch in gleich-und spitzwinkliche, einfach unddoppelt sechsseitige Pyramiden mit abgestumpften End-spitzen, und Säule und Pyramide sind oft wie abge-brochen und nicht ganz auskrystallisirt; aber größer alsder Rubin ; die Flächen rauh und mit Glimmerblättchenund aufgelösetem Feldspath überzogen, und die Seiten-flächen diagonal gestreift; glänzend zwischen Glas- undWachsglanz; im Bruche vollkommen blättrig nach drey-facher schicfwinklicher Richtung; im Querbruche kleinund unvollkommen mufchlich; rhomboidalische Bruch-stücke ; scheint eine Anlage zu geradschalig abgesondertenStücken zu haben; durchscheinend; in hohem Gradehart; ziemlich leicht zersprengbar; dem Schweren nahe,nach Klaproth Gewicht 3,7>°, und Bestandtheile 89,5Thon; 5,5 Kiesel; >,»§ Eisen. Finder sich in Benga-len zu Tritchinapoly bey kondrapra Pollam, wahrschein-lich in Granit oder Syenit, und unterscheidet sich vonDemantspath, daß er keinen Magnet-Eisenstein einge-sprengt enthält, als nur zuweilen einige Körner auf derOberfläche. Wird als Pulver, wie der Demantspathzum Schleifen der Edelsteine gebraucht.

Lrocallit, Tsireschstein (Kirschstein) inSieben-birgen, und ro ther Zeolith in Tyrol genannt, einFossil, das sich dem dichten Zeolith nähert, von ziegek-rother Farbe, die sich ins Morgenröthe zieht, in eini-gen Stellen dem Dlutrothen nahe kommt, auch wohl demGraulichwcißen; theils in losen, theils eingewachsen«,;