Lavezstein, s. Topfstein.
Lazulith, nach Stütz unechter k a jurst e in,sonst auch natürliche Smalte, und Eisen- undBergblau von Dorau genannt; von einer Mittelfärbe zwischen Berliner- und Jndigblau, selten zwischenLazur- und Jndigblau, aus welcher es in die smalte-blaue übergeht; bricht derb, eingesprengt, angeflogen,auch in undeutlichen, stets eingewachsenen, kleinen undsehr kleinen Krystallen von sechsseitigen und breitgedrück-ten vierseitigen Säulen, von glatten und wenigglänzen-den Seitenflächen; inwendig auch wenigglänzenb vonWachsglanz; uneben im Bruche ; von grobem Korne inden unvollkommenen blättrigen übergehend; ziemlichsiumpfkantige Bruchstücke; kleinkörnig, zuweilen auchdünnschalig abgesonderte Stücke; durchscheinend, zu-weilen nur an den Kanten; in geringem Grade hart;spröde; leicht zersprengbar; nicht sonderlich schwer. Zer-fällt im Feuer zu einer hellgrauen, flockigen Erde, ohnezu schmelzen, mit Borax aber zu einer schwach topas-gclben und mit Phosphorsalz zu einer klaren farbenlo-sen Perle. Säuren wirken nicht auf ihn. Bestandthei-le nach Klaproth Kiesel, Thon, Eiftnoxyd. Findet sichin Steyermark auf der Dorauer Herrschaft in einemGlimmerschiefer, und in Oesterreich bey Wienerisch-Neu-stadr in der Stickelberger- Gegend in einem Quarze mitangeflogenem Eisenglanz, und eingesprengtem silberwei-ßem Glimmer. Der spanische indigblaue vom Cabo deGate im spanischen Königreiche Murcia scheint Herrnvon Echlottheim nichts anders, als eine seltene Abän-derung des gemeinen Quarzes zu seyn.
Lazurstein ( lapis lazuli, pierre d’azur) , aus demarabischen Azul (blau), sogenannt; meistens dunkel la-zur- und berlinerblau (das ihn vom Lazulith unterschei-det), selten smalte- und himmelblau, welche letzte bisin die span- und seladongrüne übergeht, und diese auchfleckweise in der himmelblauen Abänderung; findet sichderb, eingesprengt, zuweilen in Geschieben, gewöhnlich