Band 
Erster Band.
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nau findet auf einem Kupferschieferflötze statt, jedoch beschränkter sich jetzt lediglich auf die Gewinnung der Kobalterze unddes in der Nahe brechenden Eisensteins; denn der Kupfer»Bergbau ist jetzt auflässig geworden.

Ein gleiches Schicksal steht schon seit längerer Zeit demFrankenberger Bergbaue in Oderhessen bevor. In geo-gnostischer Hinsicht sind diese, seit dem Jahre >590.offenenBergwerke sehr merkwürdig; in einem Schieferthonflötze kom-men Pflanzen-Versteinerungen vor, welche mit Kupfer undSilber imprägnlrt sind. Ein Etr. Schliech hält >8 bis 20Pfund Kupfer, und ein Etr. Kupfer * Mark Silber . DieGruben und die Hütte beschäftigen an ivo Arbeiter undliefern jährlich 40 Mark Silber und 90 Etr. Kupfer.

Das Mcssingswerk Messinghof bey Kassel erzeugtjährlich an Zoo Etr. Messingwaaren verschiedener Art, miteinem Geldwerthe von 20,000 Rthlr.

Der Kupferhammer bey Kassel verarbeitet jährlichan 6c>n Etr. Kupfer mit einem Geldwerthe von zr>,ovo Rthlr.

Beyde Werke verbrauchen jährlich hvo Klaftern Holjund beschäftigen ZZ Arbeiter.

Die Eisenhütten in Hessen sind ebenfalls lediglichKurfürstliche Etablissements.

Rvmmershausen, unweit Gemünde, verschmilztRoth- und Naseneisensteine von Löwensteingrund und Haina ,die 25 bis Zn Proccnl halten, verbraucht jährlich 2400 Klaf-tern Holz, beschäftigt 40 Arbeiter, und erzeugt 5000 Etr.Roh - und Gußeisen und 100» Wagen Stabeisen (ä iraPfund), mit einem Geldwerthe von Zo,ooo Rthlr.

Hvmberg bey Holzkausen verschmilzt Bohnerze ausder Letten-Formation, verbraucht jährlich 1700 KlafternHolz, beschäftigt 42 Arbeiter und erzeugt an 4000 Etr.Roh- und Gußeisen und 900 Wagen Stabeisen, mjt einemGeldwerthe von 24,000 Rthlr.