Band 
Erster Band.
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dividui und der des Staates unmittelbar verbunden find.Wie wird aber dieser Zweck am vollkommensten erreicht, unddurch welche Maßregeln wird man ihn am sichersten erlan-gen ? Die Beantwortung dieser Frage setzt voraus, daß manvon dem Vorkommen der unterirdischen Schatze selbst einerichtige Vorstellung habe.

Der Bergbau ist keineswegs ein, eine sichere Rente ge-bendes Gewerbe, und noch weniger muß er als solches be-handelt werden. Die Gewinnung der unterirdischen Schatzeist nur selten mit bedeutenden Vortheilen verbunden; oftwürde sie ohne Vortheil, sogar mit Nachtheil statt findenmüssen, wenn dabey nicht nach allgemeinen Rücksichten undnach den Regeln der Kunst verfahren würde.

Diese Regeln können indeß nicht Jedem, der einenTheil seiner Kapitalien auf den Bergbau verwenden will,beywohnen, weil sie ein besonderes Studium und eine langeErfahrung voraussetzen. Das Mißlingen der Unternehmun-gen durch unzweckmäßige Maßregeln würde den Bergbau aberin einen bösen Ruf bringen; welches dem Staate eben sowenig gleichgültig seyn kann, als die Kapitalisten der Will-kühr ununlcrrichtcter Menschen, oder wohl gar den Zusichc-rungcn willfähriger Bcutclschneider Preis zu geben.

- Auf der andern Seile ist die Menge und die Güte derzu gewinnenden Erze etwas von der Natur Gegebenes, undalle Industrie würde sie weder vermehren noch verbessern kön-nen. Es müssen also Maßregeln ergriffen werden, sie sovollkommen als möglich und durch die wohlfeilsten Mittelzur Benutzung zu bringen. Beyde Absichten gleichzeitig zuerreichen, darin besteht eigentlich das Wesen des Bergbaues;und der Bergmann ist für den Einsichtsvollsten seines Facheszu halten, welcher die unterirdischen Schätze dem Schooßeder Erde rein und vollständig entzieht, und dazu die zweck-mäßigsten und wohlfeilsten Mittel anzuwenden versteht. Aber