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jedoch ist es gewiß, daß die Lage auch hierbei nicht weitvon der horizontalen abweichen konnte. Wo der Absatz ineiner gewissen constanten Ebene erfolgt ist, darf man schonvermuthen, die starke Neigung der Schichten sey nicht ihreursprüngliche Lage, indem die Schwere überall dissollicitirt.Daher ist denn auch nicht füglich anzunehmen, daß eineNeigung von 45 Grad die ursprüngliche Lage einer Schichtseyn kann, obgleich dieses Annahmen sind, deren Entscheidungschwer ist.
Ueberstürzungen der Schichten können, obgleich nur sehrpartiell, auch wohl vorkommen; man prüfe sie aber genau,um sie nicht zu verkennen, weil man sonst auf falscheSchlüsse geführt wird.
Eine andere Erscheinung ist die zuweilen sehr starkeKrümmung oder auch scharfe winklige Biegung der Schichten.Es ist möglich, daß auch dieses sich sogleich bei krystallinischemAnschuß ursprünglich gebildet haben mag; allein dies kannimmer nur bei wenigen rein chemischen Gebirgsarten derFall seyn, und so mag denn auch die Schwere eine Quet-schung der Schichten herbeigeführt haben, wie man dennbesonders in den Alpen und eben so in jedem Stcinkohlen-gebirge viele Beispiele eines so ungeheuren Druckes beobachtenkann; keine Masse ist zu fest, um heftigem Drucke zu wi-derstehen.
Die Beobachtung der Schichtungsvcrhältnisse ist daswichtigste in der Geognosie; denn findet man sie an zweiPunkten analog, so kann man die Lücke zwischen ihnennaturgemäß ausfüllen. Man hüte sich aber, aus partiellenBeobachtungen allgemeine Schlüsse zu ziehen, und bestimmenicht nach dem Streichen einer einzelnen Schicht das einesganzen Gebirgs.
Daß die Schichten durch allmählichen Absatz aus demallgemeinen Gewässer entstanden seyen, ist bei allen mecha-Billefoffe Min. Reichth, N. r