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Zweyter Band.
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sprechen, wir sich dies besonders in Beziehung auf dieneuesten Bildungen findet. Schiefrig ist diejenige Gebirgs-art, deren Textur die Verhältnisse der Schichtung nachweist.Nach Werner sind alle Gebirgsartcn geschichtet, wenn eSderen Textur auch nicht zeigt. Man findet die Schichtungin allen Graden der Mächtigkeit und Vollkommenheit desParallelismus der Gebirgsschichten.

Zuförderst hier einige Erklärungen von Ausdrücken, diefreilich in den folgenden Capiteln specieller erörtert werden,jetzt jedoch auch erwähnt werden müssen.

Mächtige und horizontale Schichten nennt manBänke, auch Flötze. Das untenliegende nennt man die-Sohle, das aufliegende das Dach; bei mehr geneigtenSchichten, jenes das liegende, dieses das Hangende. Da»zu Tage ausgehende Ende einer geneigten Schicht heißt dasAusgehende, auch der Kopf. Die Bestimmung der Lage derSchichten geschieht durch ihr Streichen und Fallen, ersteresmittelst des Compasscs, letzteres mittelst des Gradbogens*),wie wir weiter unten sehen werden. Das Fallen kann nachzwei entgegengesetzten Richtungen statt finden, welche beidesenkrecht auf der Streichungslinie stehn. Bei söhligen (ho-rizontalen) Schichten hört das Fallen auf. Diese und dirfeigern (vertikalen) sind die beiden Extreme der geneigten Lageder Schichten; letzteres findet man mehr bei ältern, ersteresmehr bei neuern Gebirgsarten. Gänzlich vertikal stehendeSchichten sind rathselhafte Abweichungen.

Mechanische Bildungen konnten nur in horizontalerLage abgesetzt werden, chemische dagegen auch in geneigter;

') Neuerlich hat Pratt zu London «in einfaches Instrumentzur Messung des Fallen» der Gebirgsschichten, da< er Kli-nometer nennt, erfunden. Schweigger's Journal für »Lr>,Band II.