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Zweyter Band.
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und die sich durch Lagerungsverhältnisse als älter darthun,als all» diejenigen Gebicgsarken, in welchen sie vorkommen.Die Hauptgliedcr dieser Classe, Granit, Gneis, Glimmer-und Thonschiefer sind mehr räumlich als zeitlich getrennt,und die Folge, in welcher sie aufgestellt werden, ist nureine Form, durchaus aber nichts in der Natur vorhan-Vdnss.

i. Der Granit

besteht im wesentlichen aus Feldspath , Quarz und Glimmer,im krystallinisch-körnigen Gefüge mit einander verbunden.Der Feldspath ist auffallend vorwaltend, der Quarz wenigerund der Glimmer am wenigsten. Die Gemengtheile sindbald gröber, bald kleiner, oft ganz grobkörnig und dannvollkommen ausgeschieden. Zuweilen fehlt auch einer dieserGemengtheile ganz, und ein anderer tritt hinzu.

Fremdartige Gemengtheile sind: Schort und Horn-blende häufig; seltener hingegen Granat, Pistazit»Zinnstein und Speckstein, letzterer in manchen Gra-niten durch partielle Verwitterungsprozessr entstanden.

Zu erwähnen sind auch Nester der wesentlichen Ge«mengtheile, z. B. des Glimmers, die in dem Granite einigerGegenden vorkommen.

Der Feldspath scheidet sich auch ohnedem, daß er schonm dem körnigen Gefüge vorkommt, sir Krystallen aus, unddann wird der Granit porphyrartig.

Zur Verwitterung ist der Granit sehr geneigt, undgeschieht sie in reinen Feldspath, so ist das Resultat diePorzellanerde ; ein sehr wichtiger Gegenstand der Gewinnung *).

*) Man sehe über diesen Gegenstand den Aufsatz des Pros,Scholz in den Annalen des polytechnischen Instituts in Wien .I- Band. Wien eij'g.