Seit einigen Jahren wendet man sehr häufig mit Sa-gespänen gemengtes Pulver zur Spreng-Arbeit an. ImJahre rZr? wurde die Sache zuerst in Anregung gebracht,und seitdem sind in verschiedenen Bergwerken vielerlei Ver-suche gemacht, um über diese, in ökonomischer Hinsicht so«sichtige Sache zu sicheren Resultaten zu gelangen.
Es ist offenbar, daß die Sägespane nur in so fernwirksam seyn können, als sie eine ziemlich gleichzeitige Ent-zündung aller Pulverkörner bewirken, und das Ausstiegeneines beträchtlichen Theiles unzersetzten, und daher gar keineKraft übenden Pulvers verhüten. Es können daher die lok-kersten Späne die vorzüglichsten seyn, und diescrhalb diejeni-gen von Nadelhölzern. Sie werden zur Abscheidung dergröbern Späne gesiebt und dann so getrocknet, daß die Feuch-tigkeit vertrieben wird, sie aber durchaus ihre Farbe behal-ten. Gewöhnlich nimmt man gleiche Theile Späne undPulver; auf solchen Punkten aber, wo eine starke Gewaltausgeübt werden muß und großer Widerstand vorhanden ist,kann man - jedoch ^ oder ? Sägespäne nehmen, besondersfür tiefe Löcher; indem bei vermindertem Zusätze von Spä-nen die Länge der Patronen und mit ihr die Länge des Pul-versacks abgekürzt, und mehr Raum zur Besetzung verschafftwerden kann, welches zur Verstärkung der Wirkung desSchusses unstreitig beitragen yiuß.
Die Ersparung bei dieser Spreng-Methode ist bedeu-tend, und. würde, wenn man ^ Späne nehme, für den Harzlährlich ungefähr 18 bis »o,voo Thaler betragen.
Ganz genaue Aufschlüsse über die Wirkung des reinenund des gemengten Pulvers zu erhalten, ist sehr schwierig;eine vollkommene Vergleichung wird nur möglich seyn, wenndie Versuche mit Geschützrohren angestellt werden.
Auf die Beschaffenheit der Wetter in den Gru-ben haben die Sägespäue keinen Einfluß; man riecht