Band 
Zweyter Band.
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die verbrannten Sagcspäne nicht, sondern nur reinen Pul-verdampf.

Das Feuersetzen wurde schon vor mehr als zvoc»Jahren, ehe man die Spreng-Arbeit kannte, beim Bergbauangewendet. Es war das einzige Mittel, festes und höchst-fcstes Gestein zu gewinnen. Bei letzterm gebraucht man dieseGcstci'narbeit noch, jedoch ist es, der immer zunehmendenTheurung des Holzes wegen, nur noch bei wenigen Berg-werken, wie zu Altenberg in Sachsen , Felsobania in Ungarn ,Kongsberg in Norwegen , hauptsächlich aber im Nammels-berge bei Goslar am Harze, gebräuchlich, wo sie, wie wirsehen werden, noch sehr Vortheilhaft ist.

Außer einem großen, viel Flamme gebenden Holzquan-tum erfordert das Feuersetzcn auch einen lebhaften Wetlerzug.

Detaillirt werden wir im dritten Kapitel der zweitenAbtheilung davon reden. Hier ist es hinreichend, zu sagen,daß das Feuersehen in folgenden Arbeiten besteht: >)'Zweck-mäßige Errichtung der Scheiterhaufen, damit die Flammedie Richtung bekomme, welche mau ihr geben will, seyes gegen den Stoß einer Masse, wenn man einen Stollenoder ein Ort treiben; sey es gegen die Sohle, wenn maneinen Schacht absinken; oder gegen die Firste, wenn mandiese gewinnen will. 2) Anzünden der Holzstöße, welcheverbrennen, während die Arbeiter die Grube verlassen haben.2) Hereinbrechen der durch die Flamme mürbe gemachtenMineralmassen. 4) Wiedererrichtung der Holzstöße an dem-selben Orte, wenn die ersten nicht gehörig wirkten, 5) Ver-setzen der Sohle mit Bergen, um darauf neue Holzstöße zuerrichten.

Um mittelst ^des FeUersctzens ein Ort zu treiben, ent-blößt man das Gestein, oder sängt den Betrieb mit derSchlägel- und Eisen- oder Spreng - Arbeit an, und l>ißtalsdann die Flamme darauf gehen. Zu Felsobania in Un-