Band 
Zweyter Band.
Seite
192
JPEG-Download
 

5) Auf diesem gut befestigten Geviere. errichtet mattnun die ganze Schrotzimmerling oder Austoniiung des Schach-tes, bis das letzte der Gevicre, aus denen dieselbe besteht»ein schon befestigtes oberes erreicht hat. Man treibt alsdannKeile zwischen diese Geviere, und dadurch erhält man einevollkommen dichte Zimmerung.

Wenn man in den Bergwerken zu Anzin einen Schachtabteufen will, so muß man fast immer mehrere Grundgeviere Picotagcs eintreiben, ehe man die Lekkenschicht, wel-che keine Wasser mehr durchläßt, erreicht. Ungeheuere Was-sermcngen bleiben also in den obern Gebirgsschichten, unddie Zimmerung hindert, daß sie nicht in den Schacht fallen.

Folgendes wird das Verfahren bey dieser eigenthümli-chen Zimmerung noch näher zeigen.

Wenn man die vier Stücken Eichenholz er er k'i'Z. 5 und6, aus denen ein Gevicre besteht, zusammcngekapxt und indie gehörige Lage gebracht hat, weßhalb das Gestein vorherzugebrüllet worden ist, so legt man zwischen jedes der Höl-zer (Zöchcr und Kappen) eine etwas längere Bohle. Zwi-schen derselben und dem Gesteine legt man Moos , und keiltnun die Bohle möglichst fest an das Gestein, weßhalb mandie Keile cl und e zwischen der Bohle und dem Gevicre ein-treibt. Hierauf richtet man nun die Zimmerung vor, welcheaus lauter wohl zusammengefügten und auf der untern undobern Seite sehr ebenen Gevieren besteht. Zwischen der Zim-merung und dem Gesteine bleibt ein Raum, welchen manmit Thon ausfüllt Zwischen zwey Geviere wird eine StreifeLeinwand gelegt und an der innern Seite angenagelt.

Wenn man aus diese Weise bis zu einem festen obe-ren Gevicre gelangt ist, z B. von c^ zu c^, so treibtman Keile zwischen dieses und das letzte dicht neben einan-der, und befestigt so die ganze Zimmerung.

Run kalfaterr mau die ganze Zimmerung von oben