224
äußerste Oeffuung desselben weiter vorwärts und tiefer altdas Stollen-Mundloch liegt.
Teuft man einen Schacht ab, so theilt man denselbenwohl auch in zwei Theile, so daß in dem einen die Wettereinfallen und durch den andern ausziehen. Die eine Abthei-lung versieht man denn auch wohl noch mit einem Kamine.In gewissen Fallen wird durch diese Borrichtungen der Wet-terwechsel befördert; allein wenn die Schächte tiefer werden,muß man doch seine Zuflucht zu Maschinen nehmen, von de-nen weiter unten geredet werden wird.
Die Wetterlultcn müssen so viel als möglich eine geradeLinie verfolgen, und keine scharfen Winkel machen, sonderndiese müssen, wenn sie nicht vermieden werden können, dochabgerundet werden. Auch muß man nur dahin Wetterlutterrführen, wo die Arbeiter durchaus frische Wetter haben müs-sen und alle Umweg- vermeiden. Den Zutritt der Luft zualten verlassenen Zechen muß man sehr sorgfältig verhindern,damit dieselbe nicht durch deren faule Dünste verdorben werde.Auch zu versetzten Bergen muß der Zutritt der Luft in ge-wissen Fallen verhindert werden, wie wir dieß weiter unten,beym Betriebe der Steinkohlen - Bergwerke, näher sehenwerde».
Wo alle jene Mittel nicht hinreichen, werden oben andie Lutten Maschinen angebracht, welche entweder Luft vonaußen hinein blasen, oder Luft von innen heraus sauge»und heraus heben. Im erstem Falle werden die bösen Wet-ter zum Theil durch den hineinfallenden Luststrohm heraus-getrieben, zum Theil mit demselben vereinigt. Im zweytenFalle wird die verdorbene Luft, welche durch eine Lutte her-ausgehoben wird, durch die in eine andere Lutte hineinfal-lende rcspirable Luft ersetzt; sind die Lutten gehörig ange-bracht, so kann in ihnen allen eine stete Erneuerung der at-mosphärischen Lust statt findest.