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Zweyter Band.
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Um die Verwirrung zu vermeiden, welche nothwendigentstehen müßte, wenn der nach einem kleinem Maßstabeausgeführte Riß alle kleinen Details enthielte, so sind diese,so weil es der Deutlichkeit nicht schadet, weggelassen worden.

I'iz. z, Horizontal-Durchschnitt der Baue zwischen denEbenen und 81 ' kig. >.

k'ig. 4, Horizontal-Durchschnitt der Baue zwischen denEbenen 51 ' und slV i. In der Mitte dieses Durch-schnittes ist die untere Gränze der großen Erz-Niere.

Das äußere Ansehen des Fahluner Bergbaues verkün-digt keinen besonders weisen und gemäßigten Genuß der gro-ßen Nalurgabc; und je tiefer man in das Innere eindringt,um so mehr gewinnt man die Ueberzeugung, daß der blü-hende Zustand des Bergbaues langst verschwunden ist.

Eine größere Tagesöffnung oder Pinge, wie dieder Fahluner Kupfergrube, wird man selten antreffen. Sieist das größte und schrecklichste Bild einer durch Unordnungund Verschwendung herbcygeführten Zerrüttung. Bey einerLänge von i2oo und einer Breite von 6oo Fuß läßt siein eine Tiefe von mehr als > 8« Fuß schauen. Anfangs ge-hen die Scitcnwände meist seiger nieder, dann «erstächen siesich durch ungeheure Schutt- und Trümmerhalden. In die-sen und an den Seitenwänden blickt hin und wieder die Zim-merung alter Schachte hervor, wovon bedeutende Stücke sichnoch vollständig erhalten haben, und von dem frühern gro-ßen Holzverbrauch zeugen.

Diese entsetzliche Pinge (8töten) entstand im sicben-zehnten Jahrhundert durch mehrere auf einander folgende Ein-brüche benachbarter Gruben, die unvorsichtig ausgeweitetwurden, und deren Bergvestcn man nicht hinlänglich geschonthalte. Die jetzige Gestalt erhielt sie durch den stärksten Ein-sturz, der im Jahre >687 erfolgte. Das, was die Tages-öffnung davon zeigt, ist nur ein Theil der dadurch bewirk-