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2 (1885) Die Baukunst der Etrusker / von Josef Durm ; Die Baukunst der Römer
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mit Bojern und Senonen verbündeten Etrusker dem Schwerte Roms unter ConfulP. Cornel. Dolabella .

Der Krieg wurde im folgenden Jahre noch weiter geführt, aber auch Friedemit den erfchöpften etruskifchen Städten gefchloffen. Der letzte Triumph überEtrurien im Allgemeinen wurde 280 v. Chr. von M. Philippus gefeiert. DieFaliscer unterlagen, nachdem fie im erften punifchen Kriege nochmals den Kampferneuert hatten; Caere kömmt ohne Schwertftreich unter römifche Botmäfsigkeit,Volaterrae, Arretium , Populonia und Pifae leifteten keinen ernfthaften, dauerndenWiderftand.

Roms Siege änderten aber nichts an der inneren Lage Etruriens ; man liefsden verbündeten Staat für fich beftehen und nahm nur Truppen und Geld vonihm (Militär-Convention und Matricular-Beiträge). Die Etruriae populi beftandenfort; fie behielten ihre Principes, bei denen fich befonders die alte religiöfe Dis-ciplin fortpflanzte. Das Land war dabei immer noch reich und blühend undWohlleben zu Haufe.

Erft als im Bundesgenoffenkrieg Etrurien die Civitas erhielt und ein nähererZufammenhang mit Rom ftatt hatte, wurden etruskifche Eigenthümlichkeiten undElinrichtungen verdrängt. Seiner nationalen Elinheit beraubt und vollftändig romani-firt wurde es endlich unter C. Sulla und die von ihm angelegten zahlreichenMilitär-Colonien, durch die Mifchung von Tuscern und Latinern.

Nach dem Falle Perufias zählte es Propertius unter die Grofsthaten desAugu/lus,

»dafs er den Herd uraltenEtruskifchen Stammes verödet.«

5- Die nördlichen Diftricte des eigentlichen Etrurien beftehen in den höheren

Lagen hauptfächlich aus fecundären Kalkfteinen, in den tieferen aus SandfteinenBauftoffe. un d Mergel, während in den füdlichen ungeheuere Flächen von Tuff mit Betten vonLava, Bafalt oder Schlacken, hie und da auch Kalkfteine gelagert find. Mit diefenphyfikalifchen Unterfchieden hängen manche charakteriftifche Eigenthümlichkeiten,befonders in der Bauweife, zufammen.

e. Der zu allen Zeiten bis auf den heutigen Tag noch zu Bauzwecken benutzte

Steine 1 * 6 g raue (grau-bläuliche oder grau-gelbliche) feinkörnige Sandftein Toskanas, der harte. Macigno, oder der weichere, plattenartig brechende, gleich wie der gewöhnliche Kalk-

ftein, der Travertin, der Marmor und der Alabafter ftanden den Etruskern zur Ver-fügung, eben fo der leicht zu bearbeitende Tuff und Peperin. Brechen, Bearbeiten undVerfetzen der Steine machte den etruskifchen Handwerkern keinerlei Schwierig-keiten, wie die zum Theile fchön und forgfältig bearbeiteten, erhaltenen Städte-mauern, Grab- und Canalgewölbe, Thore und Brückenbogen zeigen. Denn Sand-fteinblöcke von 4,40 m Länge und 60 cm Höhe kamen bei den Städtemauern vonFaefulae, folche von 2, 00 bis 2,45 m Länge in Arretium , von 2,75 bis 4 ,00 ra inCortona , bis zu 3,2 0 m in Volaterrae zur Verwendung.

Während Travertin, der gewöhnliche Kalkftein (Marmor kam, fo fcheint es,feltener zur Verwendung; wenigftens wurden die von Slrabo, Lib. V fo hoch ge-priefenen Marmorbrüche von Luna, von uns als Carrara -Marmor gekannt, nicht vonEtruskern und erft zur Zeit Cäfars ausgebeutet; die Verarbeitung des Alabaftersdagegen zu Afchenkiften etc. war eine aufserordentlich ausgiebige, wie Hundertevon folchen in Volaterrae u. a. O. beweifen), auch der Tuff faft durchweg der Zeit