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1 (1860) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst / von Gottfried Semper
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Viertes Hauptstuck.

man fand auch hier Hunderte von Särgen aus Terrakotta,grünen mit Kupferoxyd gefärbten Bleiglasur, wegen welcher sie ^die Geschichte der Keramik sehr merkwürdig sind. (S. KerannNeben diesem noch andere Gegenstände des eigenthümh 0Stiles, den ich chaldäisch nennen möchte. 1 ^

Die Ruine besteht aus unregelmässigen Mauermassen die d 1 ® 0strassenähnliche Einschnitte in vier getrennte Gruppen geschmsind. Ein Thurm aus Luftziegeln erbaut und von viereckigGrundform erhebt sich über der Nordostecke der Ruine.dem Thurm stösst man auf anderes Mauerwerk, theils von I 3ziegein, theils von gebrannten ausgeführt. Diese sind nichtratisch, sondern länglicht wie die modernen und zum Theil 1babylonischen, nicht entzifferten, Inschriften versehen, die ® ttmasslich den Namen eines Königs enthalten.

Nordwärts von Babylon setzt sich dieselbe Kette wahrsch 61lieh grossentheils der älteren chaldäisch-babylonischen K u ^periode angehörender Ruinenhügel fort. Westwärts von Bagist das merkwürdige Akkerkuff. Eine kolossale, jetzt f° rnlMasse aus Lehmziegeln mit dazwischen gelegten Rohrmatten,noch wohlerhalten sind. Sie dienten nicht einzig zurdirung des Gemäuers, sondern hauptsächlich zu der Befestigdes Kalkmörtels der Aussenwände, eine Praxis, die wie oben %zeigt worden noch jetzt in China in tagtäglichem Gebrauch ^Der Gipfel des Terrassenbaues ist noch immer trotz seines ^falles über 150 Fuss hoch. Theile des Baues, wahrschei 11 .

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die neueren, waren mit gebrannten Ziegeln bekleidet, wovo® fTrümmer amFussedes Berges umherliegen. Inschriften fehle* 1 ^noch ganz wie an den Ziegeln des eigentlichen Chaldäa a® 1 teder-Euphrat. (Ueber die Inkrustation der Mauern durch gebr a ®^Ziegel und das dabei beobachtete Verfahren, siehe Seite 353 ü

Zu diesen ältesten Monumenten Mesopotamiens gehörtdas am Tigris gelegene Kala Scherghat, der umfangreichsteRuinenhügel in Mesopotamien , zum Theil natürlich, aber mit ^stein terrässenweis von Süden nach Norden ausgebaut ineiner Quadersubstruktion, von der ein Theil mit seinerbekrönung sich erhielt. Die Backsteine tragen babyloni sC h e gschritten mit den Monogrammen der altchaldäischen König

1 Layard Niniveh and Babylon, Seite 562.

3 Kawlinson im Athenäum 18. März 1854, pag. 342.