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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Klassifikation der technischen Künste. 0

2) weich, bildsam (plastisch), erhärtungsfähig, mannichfaltiger For-mirung und Gestaltung sich leicht fügend und die gegebene Form inerhärtetem Zustande unveränderlich behaltend;

3) stabförmig, elastisch, von vornehmlich relativer, d. h. dersenkrecht auf die Länge wirkenden Kraft widerstehender, Festigkeit;

4) fest, von dichtem Aggregatzustande, dem Zerdrücken undZerknicken widerstehend, also von bedeutender rückwirkender Festig-keit, dabei geeignet, sich durch Abnehmen von Theilen der Masse zubeliebiger Form bearbeiten und in regelmässigen Stücken zu festenSystemen zusammenfügen zu lassen, bei welchen die rückwirkende Festig-keit das Prinzip der Konstruktion ist.

Nach diesen vier Kategorieen der Stoffe, die in Betracht kommen,unterscheiden sich nun auch die vier Hauptbethätigungen des Kunst-fleisses, insofern nämlich dieser durch geringere oder grössere Mühenund technische Proceduren dahin gelangt, den Rohstoff je nach seinerQualifikation einem bestimmten Zwecke dienstbar zu machen.

Demnach theilen sie sich in folgende Klassen:

1) textile Kunst,

2) keramische Kunst,

3) Tektonik (Zimmerei),

4) Sterootomie (Maurerei etc.).

Dieser hier gegebenen Eintheilung muss die für das Folgendedurchaus nothwendige Erklärung beigefügt werden, dass jede Abtheilungderselben in ihrem umfassendsten Sinne zu nehmen sei, woraus dannvielfältige Wechselbeziehungen zwischen ihnen hervorgehen, die hervor-zuheben und zu verfolgen Aufgabe sein wird. Jeder der genannten Ab-theilungen der Technik gehört ein gewisses Gebiet im Reiche der Formeneigen an, deren Horvorbringung gleichsam die natürlichste und ursprüng-lichste Aufgabe dieser Technik ist. Zweitens ist jeder Technik einbestimmter Stoff gleichsam als Urstoff eigen, der zu der Hervorbringungder zu seinem ursprünglichen Bereiche gehörigen Formen die bequemstenMittel bietet. Nun aber gelangte man später dahin, jene Formen auchaus anderen Stoffen zu bilden und jene Stoffe zu anderen, einer hetero-genen Abtheilung der Künste ursprünglich angehörigen, Bildungen zuverwenden. Derartige Bildungen sind also in stilistischer Beziehung beidenGebieten der Technik zuzurechnen, je nachdem man das Formelle oderdas Stoffliche an ihnen berücksichtigt.

So beschränkt sich die Keramik in ihrer allgemeineren Auffassung