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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Drittes Hauptstüek.

moderne Industrie in den Mustern der Bänder und Schleifen, die für dieToilette der Damen bestimmt sind. Im Allgemeinen lässt sich annehmen,dass diejenigen Muster, die dem Webstuhle die geläufigsten sind, zugleicham schönsten abrollen und sich entfalten — aber in unserer Zeit ist demWebstuhle Alles geläufig und diese Stilprobe hält daher für uns nichtmehr Stich. Eine der gefährlichsten Klippen der modernen Kunst-indu'strie und der gesammten Künste wurde hier berührt. Nur durchprinzipielles Festhalten an den ewig gültigen Gesetzen des Stiles, durchfleissiges Studiren solcher Werke, die dem Ursprünge der Kunst nahestehen und an denen sich das Stilgesetz noch in seiner vollen Naivitätzeigt, sowie durch Beobachten desjenigen, was in den Perioden höchsterKunstbildung aus diesen Motiven hervorging, kann bei diesem Ueberflussean Mitteln die Schranke des Gesetzlichen und Schönen erkannt werden.Genau betrachtet beweist der Ungeschmack, der sich an diesen Reich-thum knüpft, dass wir wussten, ihn zu erwerben, aber noch nicht lernten,ihn zu gebrauchen. Wir sind des Stoffes noch nicht geistig Plerr ge-

Assyrischer Herrscherornat.