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Drittes Hauptstück.
Es gestaltet sich durch freies Zusammenwirken von Einheiten, diegleichsam von einander emancipirt sind und die selbst wieder nach demPrinzipe der Subordination (oder der Hierarchie, wenn dieser Aus-druck erlaubt ist) durch Elemente zweiter Ordnung, die ein gemeinsamesZiel verbindet, sich als einheitlich im Mannichfaltigen kund geben. Esist einleuchtend, nach dem untergeordneten Verhalten, welches der Deckeund jeglicher Umkleidung zukommt (worüber oben bereits das Nöthigegesagt worden ist), dass auf ihnen sich ein System der Polychromie, wiedas zuletzt erwähnte, nicht vollständig entwickeln darf, sondern höchstensvorhereiten kann, weil sie eben nur die dienenden, vorbereitenden Elementeeines Ganzen sind, dessen Mittelpunkt der Beziehungen nicht die Hülleoder Decke, noch irgend ein hervorleuchtender Theil auf ihr ist, sondernvielmehr dasjenige, was durch die Hülle und die Decke als Einheitlichesbezeichnet wird. Dass für Hintergründe der bezeichneten Art das Systemder polychromen Ornamentation, welches aus dem Prinzipe der gleich-mässigen Vertheilung hervorgeht, schon desshalb das angemessenste undvielleicht das einzige sei, welches hier, wo nur die allgemeineren Prinzipiendes Stiles besprochen werden sollen, Berücksichtigung finden darf, findetschon darin seine Bestätigung, dass sie nur nach dem bezeichnetenSysteme sich als einheitlich abgeschlossen darstellen können, ohne dieGrenzen ihrer Bestimmung zu überschreiten und aus ihrem dienendenVerhältnisse herauszutreten. Es hat das orientalische Prinzip der Poly-chromie zugleich den unschätzbaren Vortheil (der übrigens aus denselbenUrsachen gefolgert werden kann), dass es sich jeglicher Umgehung mitLeichtigkeit anpassen lässt und gleichsam mit allem harmonirt, was manmit ihm in Berührung bringt. Auf Einzelfälle angewendet, ist es nichtschwierig, die allgemein passende Stimmung für dasselbe zu treffen, diesich zwischen den Extremen des Heiteren und des Düsteren bewegenwird. In dieser Beziehung mag es der einfachen Schattirung zwischenWeiss und Schwarz durch alle Töne des Grau verglichen werden, un-beschadet des lebhaften Farbenreizes, den es gestattet.
§. 16 .
Richtung der ornamentalen Motive.
Wir gehen zu etwas anderem über, dessen Bestimmung für unsvon Wichtigkeit ist, nämlich zu der Frage, welche Richtung denjenigen