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Drittes Hauptstück.
mell
lässt
nicht als Einheitliches, sondern als Eines zu charakterisiren war,sich dann zugleich folgerichtig aus dem Vorhergehenden ableitenund durch nicht minder deutlich sprechende Nach-weise, welche die antike Kunst und überhauptjede gute Kunstperiode in Menge bietet, erhär-ten. (S. hierüber das nächste Hauptstück undpassim im Laufe des Werkes.)
Bei der gleichsam urweltlichen Geltung undBedeutung des bindenden und verknüpfendenMomentes, wodurch zwei oder mehrere Flächen-elemente zu Einem verbunden werden, als Kunst-symbol, ist es nicht zu verwundern, dass es zu-gleich mystisch-religiöse Bedeutung erhielt, diesich stets und überall an derartige Ueberliefe-rungen aus den ältesten Anfängen der Civilisationknüpft und das sicherste Erkennungszeichen fürsie ist. Doch unter ihnen ist keine von so tief-greifender und zugleich allgemein verbreiteterGeheimbedeutung, wie der mystische Knoten,der nodus Herculeus, die Schleife, das Labyrinth,die Masche, oder unter welcher verwandten an-deren Form und Benennung dieses Zeichen sonstauftreten mag. Es ist in allen theogonischenund kosmogonischen Systemen das gemeinsamgültige Symbol der Urverkettung der Dinge,der Nothwendigkeit, — die älter ist, als dieWelt und die Götter, die Alles fügt und überAlles verfügt. Der heilige Fitz ist das Chaosselbst, das verwickelte, üppige, sich selbst ver-schlingende Schlangengewirr, aus welchem alleornamentalen Formen, die „struktiv thätigen“,hervorgingen, in welches sie, nach vollendetemKreisläufe der Civilisation, unabänderlich zurück-kehrten. Wir begegnen ihm daher in vollstemWucher und zwar fast immer gleich oder dochim Wesentlichen sehr nahe verwandt, am Be-ginne und am Schlüsse jeder grossen Gesellschafts-existenz; auch selbst Formen, die aus seinerveredelten Auffassung hervorgegangen sind, finden
Skandinavisch.