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Viertes Hauptstück.
Musters, bald mit dichterem bald mit durchbrochnerem Flechtwerke, dieRäume vergittern und abschliessen, als niedrige Brüstungsschranken dieTerrassenmauern umgeben, an den Treppen hinauflaufen oder alsniedrige Lambris zwischen den Säulen der Pavillons und an den Wändenderselben fortziehen.
Der Charakter dieser Gitterwerke ist, wie gesagt, äusserst mannig-faltig, jedoch lassen sie sich füglich in drei Klassen theilen, nämlicheigentliches feines Bambusgitterwerk, das mehr der Textrin als der Tek-tonik sich anschliesst; aus stärkeren Latten geschickt zusammengefügtesSchrankenwerk, welches nach der entgegengesetzten Seite hin Extremund gleichsam den Uebergang zur Zimmerei bildet, auch ganz nach denPrinzipien der Zimmerkunst, jedoch unter strenger Beobachtung desGrundmotives und mit Rücksicht auf ornamentale Benützung der Kon-struktion, ausgeführt ist. Dazwischen ein Mittelglied, das sich von beidenExtremen ungefähr gleich weit entfernt hält. Jenes erste feinere Gitter-werk dient vorzüglich zur Bekleidung des unteren Theiles der innerenWände und besteht dort meistens aus wirklichem Bambusgeflecht, dasentweder in seiner natürlich-goldgelben Farbe bleibt, oder buntfarbiglackirt und vergoldet wird. Ausserdem vertritt es die Stelle der Thiirenund der Fenstergerüste, bei welchen letzteren dann nicht selten dieDurchbrechungen mit durchsichtigen Muscheln oder auch mit buntemGlase, das dort schon in dem dritten Jahrtausende vor Christus zuFensterscheiben benützt worden sein soll, oder auch mit Papier ver-schlossen werden. In vielen Fällen ist der friesartige freie Zwischenraumzwischen der Decke und dem oberen Abschlüsse der Wand, von demnoch später die Rede sein wird, nach seiner ganzen Breite mit Latten-werk verschlossen, das somit einen wesentlichen Theil der dekorativenAusstattung des Inneren der Häuser bildet. Bei mehr monumentalen undsolideren Gebäuden ist dasselbe nicht selten in vergoldetem Metalle, inedlen eingelegten Hölzern oder in Alabaster ausgeführt.
Die letztgenannte mittelstarke Sorte kommt besonders bei Garten-pavillons und sonstigen luftigen Gebäuden als äusserer Abschluss derRäumlichkeit in Anwendung. Zwischen die Säulen gespannt und aufdas Brüstungsgehege gestützt, bildet es in seinem zierlich abwechselndenGemuster, wobei eine anmuthige Willkür sich innerhalb geometrischerGrundformen bewegt, die die zu grosse Monotonie und Strenge der letz-teren bricht, in matter Vergoldung, mit den purpurnen Säulen, die eshalten und dem blitzend grünen Glasurziegeldache über ihm, mit demweissschimmernden Marmorunterbau und endlich mit dem Azur des