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Viertes Hauptstück.
Phönikiern sowie von den Aegyptern geübt worden war. Dieser Prozessgehört zu den ältesten, die überhaupt in den technischen Künsten An-wendung fanden. Die früheste technische Benützung des Metalls undzwar des Goldes, das allein unter den Metallen in gediegenem Zustandegefunden wird, und zu dessen ausgezeichnetsten Eigenschaften seine Dehn-barkeit gehört, konnte keine andere sein als das bezeichnete Verfahrendes Beschlagens und Konsolidirens gewisser Geräthe, die einen starkenWiderstand aushalten und zugleich glänzen sollten, mit Goldplatten, welcheletztere übrigens schon lange vorher lediglich zum Schmucke gedienthaben mochten, und deren Resistenz vielleicht zuerst bei Vertheidigungs-und AngrifFswaffen erprobt worden war. Aelteste Brustplatten aus Gold-blech, angeblich keltischen Ursprungs, in Gräbern gefunden, geben viel-leicht die Beweise der primitivesten Benützung des Metalles zu einemSchmucke, der gelegentlich auch Schutzmittel ist. 1
Es blieb wegen der bezeichneten Eigenschaften des Glanzes, derBildsamkeit und der zähen Widerstandsfähigkeit, die schon sehr früherkannt wurden, das Metallblech die gewöhnliche Bekleidung der festen,struktivfungirenden, Theile eines Pegma, einer Zusammenfügung, mochtediese nun das Geräthewesen oder das eigentliche Bauwesen betreffen.Daher führen uns diese Betrachtungen theils auf das Gebiet der Tek-tonik, theils auf dasjenige der Metallotechnik, sie- bewegen sich in derThat um einen Punkt, woselbst die drei Proceduren des Bekleidens, Zim-merns und Metallarbeitern (welches letztere eigentlich eine abgeleitete,nicht prinzipiell selbstständige Technik ist) sich begegnen und Zusammen-wirken. Wir brechen sie diessmal ab, um sie später des öftern wiederaufzunehmen, wozu uns die Wichtigkeit derselben zwingt. Es gibt inWirklichkeit nichts Bedeutsameres in der ganzen Stilgeschichte der Bau-kunst, als das Hohlkörperkonstruktionssystem (Tubularsystem), das injenen ursprünglichen metallbeschlagenen Brettern und Pfosten noch latentliegt, gleichsam noch wie im Embryo enthalten ist.
Ein auffallender und wiederum für die Geschichte des entwickeltenStiles sehr folgewichtiger Umstand, nämlich das dem höchsten Alterthumbereits angehörige Verfahren, selbst so edlen Stoff wie das Gold und das
1 Im britischen Museum befindet sich ein solcher Brustschild, dessen Alter ganzproblematisch zu sein scheint. Vergl, damit die bekannten Stellen im Homer überSchilde und Waffen der Heroen. Merkwürdige sehr dünne Gold- und Zinnplatten, miteingestempelten vertieften Figuren und Hieroglyphen aus sehr früher Zeit ägyptischerCivilisation eben daselbst. Man findet, sie an Mumien. Goldene Masken in den Grä-bern von Mykene .